Sitzung 529


Leiden und Mitgefühl
Euer Zweck ist Erfahrung


(Ausschnitt)
28.12.99 (privat/Telefon)
Teilnehmer: Mary (Michael) und Rodney (Zacharie).
Elias kommt um 10:37 an. (Ankunftszeit ist 23 Sekunden)

ELIAS: Guten Morgen, Zacharie!

RODNEY: Guten Morgen, Elias! (Elias kichert) Wie geht es dir?

ELIAS: Genau so wie immer!

RODNEY: Genau so wie immer! (Sie lachen beide) Schön deine Stimme zu hören!

ELIAS: Und werden wir jetzt weiter machen?

RODNEY: Ja. Ich möchte dir für das letzte Mal danken, wo wir zusammen waren. Diese Sitzung war für mich so bedeutungsvoll! Ich finde deine Fähigkeit anzuerkennen und zu unterstützen - besonders mich, aber ich sehe es auch bei anderen – ist so bewegend. Ich möchte dir dafür noch einmal danken.

ELIAS: Du bist sehr willkommen.

RODNEY: Ich möchte mit dir über Gefühle reden. Wir haben diese Mailing-Liste, wo Leute über Sachen hin und her korrespondieren, über die du geredet hast. Sie reden über das Leiden, das es in den Dritte-Welt-Ländern gibt, über Leute, die entweder durch Verhungern oder andere Faktoren sich brutal verhalten - und ich mischte mich mit einer Bemerkung ein, dass Leiden ... also, ich habe dich falsch zitiert (lacht) und Seth zitiert. Ich sagte, dass ihr beide gesagt habt, dass der einzige Grund für Leiden ist zu lernen, das nicht zu tun. Ich bin mir nicht sicher, ob du jemals diese Aussage gemacht hast. Ich wurde von jemandem auf der Liste darauf hingewiesen. Ich durchsuchte also einige Sitzungen, die du gehalten hast, und ich fand nur eine, wo du über Leiden redest. Es scheint mir, dass du die Aussage, dass wir hier sind, um einfach nur Erfahrungen zu machen, ziemlich eindringlich gemacht hast und dass es nicht notwendigerweise wahr ist, dass wir etwas erleben, um etwas anderes erfahren zu können. Ich nehme an, dass das irgendwie mit Ursache und Wirkung zu tun hat. Du hast ziemlich klar gemacht, dass Realität nicht so funktioniert.

Ich lese gerade ein Buch - ich las ein Buch - in dem der Dalai Lama von Tibet wirklich oft zitiert wird und er sagt, dass die Mönche am Anfang ihrer Ausbildung über Leiden meditieren gelehrt werden. Sie tun dies, indem sie an ein Tier denken, wie einen Fisch mit einem Haken in seinem Maul oder so. Das Ziel dieser Meditation ist für sie, Mitgefühl zu lernen.

Es scheint mir ein bisschen sonderbar zu sein, dass wir, wenn wir jemanden beobachten, der leidet, eine Neigung haben, Mitgefühl zu entwickeln. Irgendwie kompensiert das in gewisser Hinsicht vielleicht die Tatsache, dass jemand dort draußen leidet, oder mindestens ist das ein Element von Kompensation oder Erlösung (redemption). Und dann begann ich zu denken, ob es einen anderen Weg Mitgefühl zu bekommen gibt außer über Leiden zu meditieren? Es scheint eine eigenartige Weise zu sein, damit umzugehen. Ich hoffte, du könntest einige Vorschläge haben wie man Mitgefühl direkt erlebt.

ELIAS: Sehr gut. Untersuchen wir diesen Inhalt von Mitgefühl und Leiden und eurer Realität in dieser physischen Dimension.

Du hast damit recht, dass ich gesagt habe: innerhalb dieser physischen Dimension manifestiert ihr euch, um zu erleben.

Ihr manifestiert euch nicht in dieser physischen Realität, um zu lernen oder euch durch einen Prozess des Lehrens und Lernens zu höheren Bewusstseinsebenen zu erheben. Ihr erlebt diese besondere Dimension nicht als eine niedrigere Bewusstseinsebene.

Ihr manifestiert euch nur in einem Ausdruck von Kreativität in physische Materie in dieser physischen Dimension - oder diesem Bewusstseinsgebiet, das als physisch vorgesehen worden ist. Damit gebt ihr euch Gelegenheit, verschiedene Ausdrucksformen von Kreativität und verschiedene Weisen zu erforschen, wie ihr Realität in jeder Form in einer physischen Erfahrung ausdrücken könnt.

Deswegen sage ich euch noch einmal, ihr manifestiert nicht in dieser Dimension mit sozusagen einer Aufgabe. Es gibt kein Element in eurer physischen Realität, das kaputt ist und repariert werden muss. Es gibt nichts in eurer Realität, das gerettet werden muss.

RODNEY: Wau.

ELIAS: Ihr manifestiert, um zu erforschen und erleben. Wenn sich irgendwer erkundigt, was sein Zweck in dieser physischen Dimension ist, werde ich immer wieder sagen, dass euer Zweck in dieser physischen Dimension und eurer Manifestation Erfahrung ist.

Ihr manifestiert nicht, um zu unterrichten. Ihr manifestiert nicht, um zu lernen. Ihr manifestiert nicht, um zu führen. Ihr manifestiert nicht, um etwas in Ordnung zu bringen. Ihr manifestiert nicht, um zu retten. Ihr manifestiert, um zu erleben und zu erforschen.

Emotion ist in dieser besonderen physischen Dimension ein Grundelement eurer Realität. Da ihr eine physische Realität erschafft, um zu erforschen, warum solltet ihr dann nicht jeden Aspekt erforschen, der in Verbindung mit Emotion geschaffen werden kann?

Das führt zum Thema Mitgefühl und Leiden, da Leiden jeder beliebige Ausdruck, körperlich oder emotional oder - wie ihr es nennt - geistig, sein kann. In allen diesen Ausdrucksformen, die ihr als Schmerz identifiziert, identifiziert ihr auch Leiden. Was ihr als Ungemach identifiziert, nennt ihr auch Leiden.

Das ist eine direkte Spiegelung eurer Glaubensannahmen und eurer Wahrnehmung, eurer Interpretation eurer Glaubensannahmen und eurer Definitionen eurer Glaubensannahmen.

Du hast auch recht, dass ich früher gesagt habe, dass es in Wirklichkeit keine Ursache und Wirkung gibt. Es gibt den Ausdruck und die Schöpfung und die Realität von Ursache und Wirkung, wenn ihr sie durch den Einfluss eurer Glaubensannahmen erschafft. Wenn ihr glaubt, dass ihr jede beliebige Aktion erschaffen könnt und sie mit einer anderen Aktion oder anderen Reaktion verbunden ist, erschafft ihr die Realität in objektiven physischen Begriffen von Ursache und Wirkung. Deswegen gibt es sie wirklich.

Aber ich sage euch, dass sie kein angeborenes Element eurer Realität ist. Sie ist eine Schöpfung, die ihr in eure Realität als einen Einfluss eurer Glaubenssysteme eingefügt habt, und somit nicht absolut gültig. Sie ist keine Wahrheit. Sie bezieht sich nur auf eure Dimension und eure Glaubenssysteme, aber außerhalb eurer Glaubenssysteme und eurer physischen Realität hat sie keine Relevanz.

Ihr erschafft gewisse Definitionen innerhalb eurer Glaubensannahmen, die ihr mit Gedanken, mit Aktionen, mit Emotionen und mit allem, was ihr in eurer physischen Dimension erschafft, verbindet. Was ihr als Leiden identifiziert, ist eine Erfahrung.

Erkennt, dass ich euch nicht sage, dass ihr euch nicht damit auseinandersetzen sollt, was ihr als Leiden identifiziert, oder nicht darauf reagieren sollt oder kein Mitgefühl haben sollt. Ich sage, dass ich euch auch NICHT sage, dass ihr irgendeine dieser Reaktionen haben SOLLT. Ihr könnt oder könnt auch nicht. Das ist eine Wahl.

Und darauf kommt es an: wenn ihr automatisch auf irgendetwas in eurer Realität reagiert, stimmt ihr damit den Beschränkungen eurer Glaubenssysteme zu.

Dabei könnt ihr Mitgefühl haben oder auch nicht. Der Ausdruck selbst ist eine Wahl und nur ein Ausdruck in eurer Erfahrung und ist nicht von Bedeutung. Was ihr in eurer Bewusstseinserweiterung für wichtig halten könnt, ist Urteile in Verbindung mit dem Ausdruck von Mitleid oder dessen Fehlen zu erkennen. Ihr haltet Mitgefühl für gut. Ihr haltet den Mangel an Mitgefühl für schlecht.

RODNEY: Richtig.

ELIAS: Hierin liegt die Bedeutung; nicht im Ausdruck selbst, sondern in eurer Identifizierung des Ausdrucks und eurer Definition, und eurer Annahme, dass ihr als Individuum gut seid, wenn ihr Mitgefühl habt, und ein Individuum, das kein Mitgefühl hat, schlecht ist, dass Leiden schlecht und Freude gut ist, dass Glück gut und Traurigkeit schlecht ist, und dass ihr Mitgefühl mit Individuen oder sogar mit euch selbst habt, wenn ihr irgendetwas oder irgendeine Handlung in eurer Realität erschafft, die ihr schlecht, leidvoll oder schmerzlich nennt.

Ihr nennt das nicht Mitgefühl mit euch oder anderen Individuen, wenn ihr Glück oder Freude wählt! Ihr habt eigentlich die Emotion oder das Gefühl von Mitgefühl, aber ihr nennt es nicht Mitgefühl, wenn ihr euch oder ein anderes Individuum seht, das keinerlei Leiden erschafft. Ihr habt eine Emotion; ihr nennt sie nur nicht Mitgefühl.

Und hierin liegt etwas, das jetzt in der Aktion dieses Wandel gemacht werden kann - und jetzt gemacht wird, das viel Verwirrung bei vielen, vielen Individuen schafft - und das ist die Umdefinierung eurer Terminologie, eurer Sprache, eurer Assoziation von Bedeutung in euren Definitionen eurer Terminologien, was auch eine Umdefinition eurer Realität ist.

Und das ist in Wirklichkeit und in seiner Entwicklung ein enormer Energiestoß in diesem Bewusstseinswandel, da es darauf in diesem Bewusstseinswandel ankommt. Jetzt erlaubt ihr euch, die objektive Bewegung und Aktion dieses Wandels in der physischen objektiven Realität zu sehen, da die Realität, die euch bekannt ist, umdefiniert wird.

Dabei gibt es viele Ausdrucksformen der Redefinition eurer Realität, und eine davon ist, eure Bedeutungsassoziationen in eurer Sprache und eurer Realität zu gewissen Begriffen umzudefinieren. Die Begriffe, die ihr wirklich stark und absolut zu sein meint, werden verschwommen und haben weniger eine absolute Qualität.

Wenn ihr das erkennt, könnt ihr euren Begriff Leiden betrachten. Was ist eure Definition von Leiden? Eure Definition von Leiden ist die Wahl eines Individuums oder einer Gruppe von Individuen eine Realität zu schaffen, die ihr nicht wählen würdet.

RODNEY: Richtig, ja, wir beurteilen da.

ELIAS: Richtig.

Ihr könnt weiter in eurer Definition bleiben und mir sagen: "Aber Elias, die Individuen, die diese Realität erschaffen, wollen diese Erfahrung auch nicht wählen und sind auch der Meinung, dass sie leiden.“ Das ist eine Massenglaubensannahme. Das ist eine Massendefinition.

RODNEY: In ganz Afrika gibt es schon lange Hunger.

ELIAS: Ja. (Betont) Das ist eine Wahl. Es gibt keine Opfer.

RODNEY: In Ordnung.

ELIAS: Denk daran und unterscheide das klar, dass ich nicht sage, dass ihr eure Aufmerksamkeit von euren emotionalen Reaktionen auf diese Arten von Schöpfungen wegwenden sollt.

RODNEY: Ich höre dich das überhaupt nicht sagen. Ich höre dich sagen, dass ich meine Erfahrung von Mitgefühl einschränke, wenn ich Mitgefühl aus einer Automatik heraus erlebe - und das Wort automatisch ist wichtig - wenn ich es automatisch aus einem Glauben heraus, was richtig und falsch ist, erlebe.

ELIAS: Du hast recht.

Untersuchen wir, wie ihr eure Wahlmöglichkeiten einschränkt, wenn ihr automatisch reagiert. Welche Handlung wird in der automatischen Antwort von Mitgefühl gewählt – was macht ihr und wie wird sie empfangen – wenn nicht den Glauben, Opfer zu sein, fortbestehen zu lassen.

RODNEY: Ich sagte neulich einigen anderen Leuten, wenn ich mich weigere eine verhungernde Person als Opfer zu sehen, dann eröffnet mir das zumindest etwas wie Achtung vor diesem Individuum zu spüren, das sich irgendwie entschieden hat Leiden zu erleben. Zumindest bin ich offen für die Frage „Warum könnte sie das tun?" Ich habe den Verdacht, dass die Frage, warum jemand den Hungertod wählt, zeigt dass diese Erfahrung bedeutend ist. Zumindest öffne ich mich der Möglichkeit, die Bedeutung zu entdecken. Wohingegen auf der anderen Seite, wenn ich sie streng als Opfer einer grausamen Welt sehe, dann ist das das Ende der Angelegenheit und nichts ergibt sich im Sinne von Selbstentdeckung daraus.

ELIAS: Lass mich dir zu diesem Thema sagen, Zacharie, dass jedes Individuum seine Wahl der Erfahrung sozusagen aus verschiedenen Gründen erschafft. Das kann ein Ausdruck von individueller Erfahrung sein. Es kann die Wechselwirkung mit der Erfahrung anderer Individuen enthalten. Es kann sich in Verbindung mit Massenerfahrung bewegen. Es kann als eine Art von Feststellung (statement) geschaffen werden.

Es kommt dabei darauf an, dass jedes Individuum seine Erforschung von Erfahrungen in dieser physischen Dimension in eine besondere Richtung erschafft.

Die Richtung kann in eurem Denken mit ihrem Sinn und Zweck gleichgesetzt werden.

Mit euren automatischen Reaktionen mit Massen-Glaubenssystemen verdeckt ihr bei gewissen Handlungen bestimmte Ausdrucksformen und bezeichnet sie als dasselbe, was die Individualität im Ausdruck beseitigt und objektiv eure Interaktion oder Teilnahme oder Verständnis beschränkt, was geschaffen wurde, wenn ihr eine Definition erschafft, die eine allgemeine aber beschränkte Erklärung für gewisse Schöpfungen anbietet.

Was diese besondere Art von Schöpfung betrifft, die du mit mir am Beispiel des Leidens besprichst, können Individuen an der Schöpfung von Leiden teilnehmen und doch kann jedes Individuum seine eigene individuelle Richtung in dieser Erfahrung erschaffen.

Einige Individuen können diese Erfahrung schaffen, um mit anderen Individuen zu tun zu haben und die Erfahrung durch physische Erfahrung in physischen Begriffen wesentlich zu verändern. Einige Individuen können am Leiden teilnehmen, um sich über diese besondere Art von Manifestation zu informieren.

Du sprichst über religiöse Glaubensannahmen in Verbindung mit diesem Inhalt....

RODNEY: Meinst du damit, dass ich das Wort Erlösung (redemption) benutzte?

ELIAS: Zum Teil, aber du hast auch eine gewisse östliche Religion erwähnt.

RODNEY: Ja, das habe ich.

ELIAS: Ich möchte dir sagen, dass jeder religiöse Glaube sich mit diesem Inhalt des Leidens identifiziert und ihm einen Aspekt von Größe zuschreibt.

RODNEY: Ja, das tun sie. Das an das Kreuz genagelte Individuum ist ein gutes Beispiel, denke ich.

ELIAS: Es gibt viele, viele Beispiele überall in vielen verschiedenen Ausdrucksformen eures religiösen Glaubens.

Aber erinnern wir uns auch, dass ich euch gesagt habe, dass es kein Element eurer Realität gibt, das kaputt ist, und somit gibt es kein Element eurer Realität, das gerichtet werden muss.

Ihr blickt auf Leiden mit der automatischen Reaktion es in Ordnung zu bringen, weil es nicht richtig ist.

RODNEY: Ja, das machen wir.

ELIAS: Ich sage euch, dass diese automatische Antwort wirklich einschränkt, weil ihr euch damit Scheuklappen aufsetzt und euch nicht erlaubt alles zu sehen, was ausgedrückt werden kann.

Alles was ihr euch zu sehen erlaubt, ist die Identifizierung als Opfer - was das Element eurer Realität ist, das kaputt ist - und dass ihr etwas in Ordnung bringen oder das Opfer retten müsst, damit die Realität annehmbar wird. Dabei erlaubt ihr euch nicht, all die anderen Optionen zu sehen, die in diesen Erfahrungen vorhanden sind, und euch selbst oder andere Individuen anzuerkennen und anzunehmen.

Denn wenn ihr automatisch reagiert, drückt ihr auch wirklich stark in euch selbst einen Mangel an Annahme aus, nicht nur in der Interaktion und der Einschätzung des anderen Individuums, sondern in euch selbst, weil ihr meint, dass, wenn ihr dasselbe Leiden habt, das inakzeptabel ist und gerichtet werden muss, da es nicht richtig ist, und nehmt damit euch selbst und eure Schöpfung nicht an. Ihr versetzt euch in die Rolle des Opfers.

RODNEY: Also du sagst, wenn ein Individuum auf der Straße zu Tode friert und ob ich dieser Person etwas, um sie warm zu halten, einen Mantel oder eine Decke gebe oder nicht, ob ich das tue oder nicht, ist wirklich nicht das, worüber du redest, weil das einfach eine Frage der Wahl ist.

ELIAS: Richtig.

RODNEY: Du redest über meine Wahrnehmung dieser auf dem Gehsteig frierenden Person als Opfer und dass ich damit etwas erlebe, das schlecht und inakzeptabel ist.

ELIAS: Richtig.

RODNEY: Und wenn ich diese frierende Person als inakzeptabel ansehe, dann sage ich mir, dass ich an deren Stelle die Erfahrung für inakzeptabel halten würde, und in gewisser Hinsicht verstärke ich meinen Mangel an Annahme meiner eigenen Erfahrung, wenn ich das tue.

ELIAS: Richtig. Ich sage euch, eure automatischen Reaktionen zu untersuchen, und damit die Motivation.

Ihr könnt euch einem Individuum nähern, das ihr auf eurer Straße frieren seht und könnt ihm Hilfe mit einer Bedeckung, die es wärmen soll, anbieten. Aber untersucht in dieser Aktion eure Motivation.

Handelt ihr so, weil ihr zu dem anderen Individuum eine Beziehung habt und empathisch seht, dass es in seiner Interaktion mit euch euch um eine Bedeckung bittet und ihr zusammen erleben wollt? Oder gebt ihr die Bedeckung aus dem Grund, dass das in euch die Vorstellung erzeugen soll, dass ihr gut und würdig seid, da ihr Mitgefühl mit einem geringeren Individuum habt?

RODNEY: Ja, das sind die Fragen.

ELIAS: Richtig. (kurze Pause)

Im Wesensausdruck, wohin ihr euch in diesem Bewusstseinswandel bewegt, erkennt ihr in eurer Interaktion mit anderen Individuen und anderen Wesen, dass alles annehmbar ist und es keine Notwendigkeit gibt, irgendeine Manifestation, irgendein Element der Realität, irgendeine Wahl von Erfahrung zu beurteilen, sondern nur die Erforschung von Erfahrungen zusammen ohne Trennung wertzuschätzen ist.

RODNEY: Richtig. Wau.

ELIAS: Das ist wirklich eine andere Art, Handlungen und Begriffe zu erkennen und zu definieren als die, mit der ihr gegenwärtig vertraut seid.

RODNEY: Sicherlich! Elias, ich danke dir sehr. Du hast das ausführlich behandelt.

ELIAS: Du bist sehr willkommen, mein Freund.

RODNEY: Ich danke dir. Möchtest du dazu noch mehr sagen? Es ist so ein wichtiges....

ELIAS: Ja. Ich möchte dir auch sagen, dass in dieser Zeit objektiv viel, viel Trauma, Konflikt und Verwirrung geschaffen wird, und es so viele Ausdrucksmöglichkeiten für das gibt, was ihr unter Mitgefühl für alles Trauma, das mit diesem Bewusstseinswandel verbunden ist, versteht.

Ihr neigt mit der Einschätzung zu helfen und Bedürftigen Mitgefühl zu zeigen wirklich leicht dazu, euer Verhalten sozusagen als Größe zu verstecken oder zu tarnen. Aber ich möchte euch vorschlagen, einen neuen Betrachtungswinkel einzunehmen, der euch zu einem anderen Weg des Ausdrucks motivieren wird.

Wenn ihr andere Individuen in ihrer Realität Schmerz, Leid, Sorge, Trauma und Drangsal erleben seht, erlaubt euch, dies als eine Erfahrung - ohne Beurteilung - anzuerkennen und - wenn ihr das wollt -, an diesen Ausdrucksweisen teilzunehmen und euch zu fragen, wie ihr ohne Urteil und ohne Abwertung der Wahl des anderen Individuums interaktiv sein könnt.

Weil mit eurer Rettung erschafft ihr den äußeren, objektiven Ausdruck von Abwertung der Wahl eines Individuums oder einer Gruppe von Individuen, weil ihr ihnen gegenüber objektiv ausdrückt, dass ihre Wahl unzureichend, ungenügend, falsch und inakzeptabel ist.

RODNEY: Wau.. Ja.

ELIAS: Das heißt nicht, dass ihr nicht an dieser Aktion teilnehmen sollt, aber euer größter Ausdruck von dem, was ihr unter Hilfe versteht, ist der Ausdruck von Anerkennung - Anerkennung der Wahl des Individuums - und das Fehlen einer Beurteilung und die Wahl, die das Individuum geschaffen hat, nicht abzuwerten. Mit seinem Ausdruck und seiner Wahl, mit euch interaktiv zu sein, könnt ihr gemeinsam in Übereinstimmung eine Änderung der Realität wählen, aber nicht beurteilend sondern anerkennend, dass die Erfahrung geschaffen und erforscht wurde und ein Gewinn für das Wesen darstellt, weil das eine Erforschung des Bewusstseins und all seiner Manifestationen ist.

Deswegen könnt ihr im Zusammenhang mit euren Glaubensannahmen Sorge und Leid mit eurem Ausdruck von Anerkennung und Freude grüßen.

RODNEY: Wau. Das ist gewiss ein anderer Aspekt. Wenn ich wiederholen darf, du sagst, dass die Bereitschaft sich zu öffnen und wirklich die Gültigkeit der Erfahrung von jemandem anderen zu bezeugen und zu bestätigen, auch wenn diese Erfahrung in meiner Beurteilung schmerzhaft ist - wenn ich über mein Urteil hinwegsehen kann und einfach ihre Erfahrung sehe und erlaube und sie als eine gültige Erfahrung akzeptiere - an sich ein hohes Niveau von Hilfe ist.

ELIAS: Sozusagen.

RODNEY: Sozusagen?

ELIAS: Ja.

RODNEY: Und dass das etwas ganz anderes ist, wenn der Mann auf der Straße, der friert, mich nach etwas, um ihn warm zu halten, fragt.

ELIAS: Auch, wenn du ohne eine Bitte und ohne ein Urteil oder einer Erwartung in dir gibst und die Gabe akzeptiert wird, kannst du dir sagen, dass du einen Wesensausdruck getan hast und teilnimmst und nicht nur zum Fortbestand beiträgst.

Ich möchte dir sagen, Zacharie, schaue auf die Leute in Afrika, auf die Individuen, die ihr verhungern und leiden seht. Nehme eine einzelne Familie und erlaube dir hypothetisch dein automatisches Mitgefühl. Sagen wir, dass du eine Organisation findest, die du objektiv als hilfreich ansiehst für diese Kulturen in Afrika.

Du wählst also eine einzelne Familie. Du kannst dir sagen, dass du nicht der Welt in ihrer Gesamtheit helfen kannst. Du kümmerst dich deswegen um eine einzelne Familie. Das ist wirklich sinnvoll, im Rahmen eurer Massenglaubenssysteme in dieser physischen Dimension.

RODNEY: Richtig.

ELIAS: Du suchst eine Familie aus, und nimmst mit einer Einrichtung oder Organisation Verbindung auf, die deine Hilfe in Verbindung mit dieser einen Familie bewerkstelligen kann.

Du hilfst anfänglich finanziell. Dann siehst du ein, dass deine Finanzhilfe nicht das bewirkt, was du dachtest. Du machst deswegen lieber etwas anderes.

Du nimmst aufgrund eurer Massenglaubensannahmen wahr, dass die Erwachsenen dieser Familie sich um sich selbst kümmern können und dass diese Erwachsenen ihre Realität gewählt haben - sie schaffen ihre Realität, und das ist eine Rechtfertigung für dich –, dass aber die Kinder dieser Familie Opfer in dieser Situation sind. Die Kinder verhungern. Die Eltern verhungern auch, aber deine Aufmerksamkeit bewegt sich mehr zu den Kindern. Das ist auch innerhalb eurer Massen-Glaubens-Systeme wirklich sinnvoll.

Deswegen fährst du in dieses Land und triffst diese Familie. Auf dieser Reise, wenn du physisch mit dieser Familie zu tun hast, machst du den Vorschlag, dass den Kindern erlaubt werden soll mit dir in deine Wohnung zurückzukommen, damit du ihnen einen angemesseneren Lebensstil bieten kannst.

Dieses Szenarium ist in seiner Gesamtheit im Rahmen der Massen-Glaubens-Systeme recht sinnvoll.

RODNEY: Ja.

ELIAS: Und ist Ausdruck von Mitgefühl.

RODNEY: Ja, das wäre es.

ELIAS: Und kann somit als annehmbar und gut angesehen werden.

RODNEY: Richtig.

ELIAS: Und hilfreich.

RODNEY: Ja.

ELIAS: Im Rahmen dieser Massen-Glaubens-Systeme teilen die Eltern dieser Kinder auch Aspekte der Glaubensannahmen und sind einverstanden und du nimmst dann die Kinder von diesem Ort und dieser Familie weg und bietest ihnen an, in deiner Wohnung zu wohnen.

Also das Element das in diesem Szenarium nicht enthalten ist, ist die Wahl der Kinder.

RODNEY: Richtig; sie wählen, das mit den Eltern zu erleben.

ELIAS: So hast du ihre Realität objektiv verändert.

Jetzt könntest du mir in euren Begriffen wirklich zu Recht sagen: "Aber ist das nicht auch die Wahl des Individuums? Weil man nicht die Realität eines anderen Individuums erschaffen kann,“ und du hast recht. Aber woran habt ihr alle mit dieser Handlung und im Rahmen der Glaubenssysteme – darauf kommt es an - teilgenommen durch deine Hilfe?

Ihr habt alle am Fortbestand von Glaubensannahmen und der Duplizität teilgenommen, im Herabsetzen und Abwerten von Individuen, dem falschen Ausdruck von Großzügigkeit und Selbstannahme und dem Fortbestand der Glaubensannahme, dass du die Fähigkeit und die Macht hast, die Realität eines anderen Individuums zu erschaffen.

RODNEY: Ich verstehe.

ELIAS: Es kann also verschleiert werden oder auf viele, viele, verschiedene Weisen getarnt werden und ihr könnt viele verschiedene Rechtfertigungen für diese Handlungen finden. Aber in Wirklichkeit im Zusammenhang mit diesem Bewusstseinswandels und dem, was wir mit der Annahme von Individuen und von Glaubenssätzen erörtern, hast du ein ganzes Szenarium geschaffen, das deine Bemühung zunichte gemacht hat, da du zum Fortbestand der Glaubensannahmen und ihrer Manifestationen in all ihrer Pracht der Beschränkung beigetragen hast!

RODNEY: Richtig.

ELIAS: Da es keine Anerkennung der Wahl jedes der Individuen gibt. Es gibt keine Anerkennung der Erfahrung von jedem der teilnehmenden Individuen. Es gibt eine zugrunde liegende Abwertung der Wahl jedes Individuums. Es kommen Aspekte der Glaubensannahmen von Kontrolle und Mangel an Kontrolle, von Annehmbarkeit und Unannehmbarkeit der Realität jedes Individuums zum Tragen. Opfer und Retter werden bestimmt. Der Wert von Handlungen und Besitz wird definiert.

Sieh wie viele Ausdrucksweisen in diesem Akt von Großzügigkeit enthalten sind, die genau das fortbestehen lassen, was ihr in der Aktion dieses Wandels hinter euch lassen wollt.

Darauf mache ich euch aufmerksam, nicht auf die Handlungen selbst, sondern auf die Motivation, die automatischen Reaktionen, die Definition der Handlung, die Definition der Begriffe und die Verbindung mit Glaubensannahmen bei dem, was ihr erschafft. DAS hat Bedeutung in dieser Zeit, weil das der Ausdruck des Wandels in seiner Bewegung zur Selbstannahme, Annahme von einander und Annahme von Glaubensannahmen ist.

RODNEY: Ich danke dir, Sir.

ELIAS: Du bist sehr willkommen.

RODNEY: Wenn ich nach Afrika gehe und dieser Familie in der Weise helfe, die du beschreibst, würde ich das wirklich machen, wenn ich unsere üblichen Glaubenssysteme habe, und das mehr um meinetwegen tun, als um ihnen zu helfen.

ELIAS: Ja.

RODNEY: Das ergibt sich im Grunde aus dem, was du gesagt hast.

ELIAS: In der Verkleidung....

RODNEY: In der Verkleidung als Helfer bedienen wir uns im Grunde genommen selbst.

ELIAS: Ja; sich selbst zu bedienen ist nicht falsch, aber untersucht die Motivation. Prüft, warum ihr gewisse Handlungen macht und erlaubt euch dabei zu erkennen, dass ihr euch damit eure Wahrnehmung eures Werts gebt.

RODNEY: Richtig. Danke!

ELIAS: Du bist sehr willkommen, mein Freund.

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