Sitzung 2116


Eine neue Bewusstseinswelle: Wahrnehmung
Definition von Personalisieren und persönlicher Verantwortung
Unterschied von Kompromiss und Zusammenarbeit


Samstag 21. Oktober 2006 (Gruppe/Brattleboro, Vermont)

Teilnehmer: Mary (Michael), Bill (Zit), Carl (Shani), Carole (Aileen), Christine (Lurine), Daniil (Zynn), Donna (Luera), Ella (Bella), Gail (William), Inna (Beatrix), Jan (Meude), Jim (Trecia), John (Rrussell), Kipp, Lorraine (Aiden), Lynda (Ruther), Mavis (Mouve), Natasha (Nichole), Pat (Treice), Rodney (Zacharie)

(Das Aufnahmegerät fiel schon am Anfang der Sitzung aus, wie in der folgenden Abschrift angemerkt. Die vollständige Abschrift war aufgrund der persönlichen Aufzeichnungen einiger bei der Gruppensitzung anwesenden Teilnehmer möglich: Donna, Natasha und Rodney. Donna, die auch diese schwer zu verstehende Sitzung großartig abgeschrieben hat, sagte: "Zuerst wollte ich gar nicht zur Sitzung kommen. Aber ich wurde immer wieder aufgefordert teilzunehmen! Es war lästig, als würde mich jemand stoßen und mich sogar in der Nacht aufwecken und sagen: Du gehst doch zur Gruppensitzung? He? He du? Gehst du, ja? Jetzt bin ich wirklich froh, dass ich hinging und sie aufgezeichnet habe!" Wir auch, Donna, und vielen Dank!)

Elias kommt um 12:10 an.

ELIAS: Guten Tag!

GRUPPE: Guten Tag!

ELIAS: (lacht) Weil ich weiß, dass ihr wissen möchtet, welche neue Bewusstseinswelle nun beginnt, möchte ich euch sagen – so wie ihr es oft sagt: ihr habt euch wieder einmal überrascht. Ihr habt jetzt nicht Wissenschaft als eure Welle gewählt. Ihr habt kollektiv Wahrnehmung gewählt, was wirklich ein passender Nachfolger eurer Welle ist, die sich der Wahrheiten angenommen hat, da ihr damit schon das Fundament für diese Welle gesetzt habt. Der Einstieg in diese Welle kann euch deswegen wirklich etwas leichter fallen, da ihr schon etwas über Wahrnehmung wisst. Ihr habt schon Wahrnehmungsunterschiede erfahren und erkannt und kennt die Kraft eurer eigenen individuellen Wahrnehmungen schon besser: wie das färbt und euch und auch, wie ihr eure Welt seht, beeinflusst.

Diese Welle wird, wie ihr vielleicht wisst, von der Wesensfamilie Tumold getragen.

Anders als bei den anderen Bewusstseinswellen, wo normalerweise die Individuen, die zu dieser Familie gehören oder sich an ihr ausrichten (alignment), die Welle intensiver erleben, ist diese Welle anders, denn im Zusammenhang mit der Tumold Familie als Träger, gibt diese Welle euch allen unterstützende Energie.

Die Individuen, die zu Tumold gehören oder sich an Tumold ausrichten, haben nicht nur nicht mehr Schwierigkeit oder Herausforderungen in Bezug auf diese Welle, sondern werden helfen und können sogar weniger Herausforderung als andere Individuen erleben, wenn sie die Eigenschaften dieser Familie zum Ausdruck bringen, indem sie Unterschiede erkennen und annehmen, einfach in ihrem Sein. Die Individuen, die mit dieser Familie verbunden sind, können deswegen in der Bewegung dieser Welle sich und allen anderen Individuen besonders gut helfen.

Ich kann euch auch sagen, es ist wahrscheinlich, dass diese Welle nicht lange dauern wird, da ihr mit eurer vorherigen Welle, die sich mit euren Wahrheiten befasste und einige Aspekte der Wahrnehmung betraf, ein Fundament gelegt habt.

Das ist eine Wahrscheinlichkeit, nicht etwas absolut Gültiges. Aber so wie ihr jetzt voranschreitet und euer Bewusstsein erweitert und euch jetzt eurer Wahrnehmung bewusst seid, gibt es eine Wahrscheinlichkeit, dass diese Welle nicht lange dauern wird, was euch erlauben wird, euch bald in eure nächste Welle zu begeben. Und ihr werdet vielleicht dann eure Wissenschaftswelle wählen, aber das wird sich erst zeigen! (Lacht)

Jetzt wende ich mich in dieser speziellen Erörterung an alle von euch. Was sieht jeder von euch derzeit als wesentliches Problem oder bedeutende Auseinandersetzung oder große Frage, die ihr habt? Ich gebe euch das Wort.

ELLA: Etwas Allgemeines oder Individuelles?

ELIAS: Individuelles, denn was ihr individuell erlebt, wird auch allgemein erfahren.

ELLA: Am Anfang deiner Rede dachte ich mir, dass ich das mindestens die vergangenen sechs Monate, vielleicht mehr, getan habe, nämlich meine Wahrnehmung zu verändern. Das war eine große Herausforderung. Um seine Wahrnehmung zu ändern, muss man zuerst seine unterschwellige Wahrnehmung erkennen, das heißt, dass man eine Glaubensannahme erkennen muss, an der man so stark festhält, dass man nicht einmal merkt, dass man sie als unveränderliche Tatsache ansieht.

ELIAS: Richtig.

ELLA: (Unverständlich) Ich habe nicht gedacht, dass ich mich vielleicht in gewisser Hinsicht auf diese Welle vorbereitete, aber es hat mir sehr entsprochen und Anklang gefunden.

Ich identifizierte vor kurzem die Glaubensannahme, dass ich Angst vor Geld habe, weil ich sehr klar (unverständlich), aber ich habe eine klare Gleichung die sagt, Geld ist Macht ist Korruption. Sobald ich das erkannte, sagte ich mir, dass es nicht so sein muss. Ich ändere also jetzt meine Wahrnehmung davon. Ich brachte eine Herausforderung in meine Realität, die ich nicht als negative Herausforderung sehe, sondern mehr als ein Abenteuer, nämlich zu Hause zu arbeiten oder es zumindest zu versuchen und mir damit zu erlauben, mich nicht mehr davor in Acht zu nehmen (unverständlich) und die Tatsache zu erkennen, dass Geld haben einen nicht unbedingt per Definition zu einer korrupten Person macht.

ELIAS: Richtig. Das ist eine starke Wahrnehmung vieler Individuen, dass Geld korrumpieren kann. Auch wenn Individuen nicht genau das glauben, können sie der Ansicht sein, dass Geld schlecht ist oder dass Geld haben wollen schlecht ist.

ELLA: Ich habe das auch. Noch etwas, ich weiß nicht, ob sich das irgendwie direkt oder indirekt beantworten wird. Ich verstehe das immer noch nicht. Ich nehme an, dass ich eine Glaubensannahme habe, dass eine Person, die am Leben einer anderen Person teilhat, eine gewisse Verantwortung dieser anderen Person gegenüber hat. Es ist also sehr schwierig für mich, zu unterscheiden (unverständlich), wenn ich eine Person im Stich lassen würde, die mich braucht (unverständlich).

ELIAS: Wie ihr euch wahrnehmt, stellt auch eine große Herausforderung dar oder kann in Bezug auf andere Individuen sehr schwierig sein, da sich das auch sehr stark mit Wahrnehmung verbindet: wie ihr meint, dass euch andere Individuen wahrnehmen, und wie euch andere Individuen wahrnehmen. Es kann eine Bedrohung für euch sein. wenn ihr von anderen Individuen erfahrt, dass sie euch anders wahrnehmen als ihr euch selbst. Das stört wirklich viele Individuen.

Denn ihr habt eine bestimmte Wahrnehmung von euch; ihr seht euch auf eine gewisse Weise. Ihr seht euch und nehmt euch in Bezug auf eure Richtlinien wahr. Für euch sind eure Richtlinien gut. Wenn ihr also euren Richtlinien folgt und jemand nicht dieselben Äußerungen schätzt wie ihr, kann das zu einer Bedrohung werden, da euch das sagt, dass er euch anders sieht als ihr euch selbst.

Großteils wollen die meisten Individuen, dass andere Individuen sie so sehen wie sie sich selbst. Wenn das andere Individuum das nicht macht, meint ihr, dass euch das andere Individuum nicht kennt oder euch nicht klar sieht. Seine Wahrnehmung von euch ist deswegen in eurer Wahrnehmung verfälscht. Das bringt euch dazu, noch stärker zu versuchen, das andere Individuum von eurer Wahrnehmung zu überzeugen und damit die Einhelligkeit zu erschaffen, die euch erlaubt zu glauben, dass ihr gesehen und richtig gesehen werdet. Das kann euch oft dazu bringen, bestimmte Handlungen zu setzen oder Entscheidungen zu treffen, die ihr nicht unbedingt wollt oder die euch Kompromisse abverlangen, nämlich den Ansprüchen anderer Individuen zu entsprechen oder deren Wahrnehmungen beeinflussen zu wollen, damit sie eurer Wahrnehmung von euch entsprechen.

Zum Beispiel kann sich ein Individuum als gut empfinden, als liebenswürdiges Individuum, was es in einigen Situationen und Interaktionen dazu bringen kann, Entscheidungen zu treffen und Handlungen zu setzen, um sozusagen zu beweisen, dass es ein nettes und gutes Individuum ist. Deswegen tut und wählt es etwas, das es selbst eigentlich zu tun zögert, aber das Zögern wird von seinem Wunsch verdrängt, von anderen Individuen auf die gleiche Weise gesehen zu werden, wie es sich selbst wahrnimmt. Das sind sozusagen Handlungen, die ihr macht, um euch zu beweisen, dass ihr gute und liebenswürdige Individuen seid.

Im Allgemeinen sind die Handlungen und Entscheidungen, die ihr dieses Ausdrucks wegen macht, Handlungen an der Oberfläche. Ihr gebt anderen Individuen etwas. Es kann sein, dass ihr einem anderen Individuum Geld gebt; es kann Hilfe leisten, Zeit und Aufmerksamkeit schenken sein. Es gibt viele verschiedene Äußerungen, die ihr einem Individuum anbieten könnt, die euch erlauben, euch als liebenswürdig und gut wahrzunehmen. So setzt sich ein Kreislauf fort.

Wenn ihr euch erlaubt, stehen zu bleiben und euch nach eurer Motivation zu fragen: "Was motiviert mich, diese Interaktion zu wählen? Was motiviert mich, diese Wahl zu treffen? Wähle ich das, um mich als gut zu präsentieren oder will ich das wirklich wählen und es ist unwichtig, wie mich andere Individuen angesichts dieser Wahl wahrnehmen?" Da geht es darum, eure Wahrnehmung dadurch zu verändern, dass ihr euch und eure Motivation für das, was ihr eigentlich macht, in Frage stellt.

Ja?

LYNDA: Das erste, was ich dir sagen möchte - bevor ich dir sage, was ich dir sagen werde -, dass etwas frei zu machen sich frei anfühlt. Das Gefühl, das Zögern zu ignorieren, fühlt sich für mich ganz anders an, weil ich es heute Morgen gerade gemacht habe. Dieser Morgen unterscheidet sich klar von der letzten Nacht, was ein paar Entscheidungen betrifft, die ich traf. Wenn ich wirklich meine Motivation für die Wahl wahrnahm, und es sich nicht gut anfühlte, machte ich es nicht. Ich machte heute Morgen genau dieselbe Handlung, aber ich tat es aus einer völlig anderen Motivation. Das Gefühl ist entscheidend, nicht wahr?

ELIAS: Ja.

LYNDA: Für mich ist der Indikator das Gefühl des Unterschieds der Energie, dick oder dünn.

ELIAS: Ja.

LYNDA: Das zweite ist, ich glaube die Kamera ist nicht eingeschaltet und wir wissen nicht, wie wir sie richtig einschalten können, aber Natasha zeichnet die Sitzung ja auf. Ich überlasse es dir, ob du dich für eine Minute verabschieden willst, damit wir Michael wieder haben und das einschalten können.

ELIAS: Gut.

LYNDA: Danke.

(Pause um 12:30) (Wiederbeginn um 12:45)

ELIAS: Wir machen weiter!

DONNA: Elias, ich habe eine Frage. Ist diese neue Welle wieder eine Welle, die wir als Erleben und nicht mit dem Verstand erfassen werden?

ELIAS: Ja.

GAIL: Ich kann sehr viel mit dem anfangen, was du über das persönliche Szenarium gesagt hast. Ich merke, dass ich wirklich für mich tun will, was auch immer ich nach außen hin mache oder zu tun glaube. Ich finde das viel schwieriger, als etwas für jemand anderen zu tun. Das ist die Aussage.

ELIAS: Ja, und den meisten Individuen geht es da wie dir, weil ihr gewohnt seid, nach außen hin auszudrücken. Ihr seid gewohnt, auf andere Individuen zu achten und sie über oder vor euch zu stellen. Das hat in Wirklichkeit mit religiösen Glaubensannahmen des Geringer-Seins zu tun - das Individuum ist weniger wert. Es gibt immer irgendeinen Ausdruck, der größer als das Individuum ist.

Das ist eine der bedeutendsten Herausforderungen dieses Wandels. Einer der größten Aspekte des Sich-Wandelns ist es, die Bedeutung des Individuums an die erste Stelle zu setzen. Ihr ändert damit eure Gewohnheit. Statt euch als Individuum als geringer zu sehen als alles andere in eurer Welt und eurer Realität, wandelt ihr euch, um über euch selbst zu bestimmen und euch an die erste Stelle zu setzen.

GAIL: Ich will wirklich diese Position einnehmen, aber ich glaube oft, dass das so egoistisch ist, das ist so egozentrisch, das ist so schlecht. Es ist sehr leicht, etwas nach außen hin zu machen, weil ich das mein ganzes Leben getan habe.

Aber seit ich dieses empathische Erfassen (reading) für Leute mache, ziehe ich Leute an, die in Dramen verwickelt sind, und denke mir "Sag etwas! Mach etwas!" und dann drehe ich mich um und denk mir wieder "Hör auf dich! Tu etwas! Sag etwas!" Ich benenne es also immer mehr, und jedes Mal, wenn ich es sage, komme ich ein bisschen weiter. Aber es steckt so tief, dass ich mich anstrengen muss, um Abstand zu bekommen und zu sagen: „He, ich will das! Nein, ich will das nicht.“ Es ist ein ständiger Kampf. Obwohl ich es sehe, ist es sehr schwierig das dauernd zu tun.

ELIAS: Ja.

GAIL: Es sitzt so tief.

ELIAS: Ja, und es ist ein Kampf, denn ihr meint nicht nur, dass es egoistisch und somit schlecht ist, auf sich zu achten oder gut zu sich zu sein, sondern es wird auch als arrogant wahrgenommen. Deswegen wiederum macht ihr euch automatisch Sorgen, was andere Individuen wahrnehmen und wie sie euch wahrnehmen werden.

Außer dass es sehr ungewohnt ist, gibt es eine weitere Schwierigkeit oder Herausforderung, wenn ihr eure Wahrnehmung verändert und selbst über euch bestimmt und zuerst auf euch hört: in Bezug auf eure Richtlinien wollt ihr nämlich das Richtige tun. Ihr wollt euch in der richtigen Weise ausdrücken. Deswegen ist das ein Faktor, der an eurer Motivation beteiligt ist, weil ihr euch fragt, was das Richtige zu tun ist.

Da kann leicht etwas durcheinander gebracht werden, denn weil ihr das Pendel so weit in Richtung Selbstherabsetzung und Unterordnung oder Hintanstellen geschwungen habt, ist es so ungewohnt für euch zu berücksichtigen, dass ihr so etwas wie falsche Selbstbehauptung macht. Ihr fangt an euch zu behaupten, da eure Wissenschaft der Psychologie sagt, dass es darum geht, nicht auf andere Individuen zu achten sondern euch in allem, was ihr tut, durchzusetzen. Das kann sehr verwirrend sein und zu Konflikten führen. Denn in Zusammenhang mit eurer Psychologie fordert euch das auf, nur nach außen zu projizieren mit wenig oder ohne Rücksicht darauf, was ihr eigentlich wollt oder auf eure eigenen Richtlinien, mit wenig oder ohne Rücksicht auf Unterschiede, sondern euch nur dauernd auszudrücken.

Das löst auch oft Konflikte aus, denn damit fangt ihr an zu glauben, dass ihr euch dazu zwingen müsst euch zu äußern. Ihr müsst andere Individuen dazu bringen, euch zu sehen und zu hören, da ihr die Wahrnehmung habt, dass ihr ein Schatten geworden seid und nicht beachtet und gehört werdet und unwichtig seid, da ihr euch selbst nicht hegt und pflegt. Deswegen nehmt ihr eine Leere wahr.

In dieser Leere versucht ihr, die Leere mit Selbstbehauptung zu füllen, aber das ist eine oberflächliche Handlung. Sie erreicht nicht, was ihr wollt. Sie erschafft in Wirklichkeit mehr Schwierigkeiten und Frustration, da ihr anfangt zu merken, dass ihr eigentlich nicht erreicht, was ihr vollbringen wollt. Ihr drückt euch eigentlich nicht in der Weise aus, die ihr wollt, da ihr Gewalt anwendet. Ihr seid eigentlich nicht sanft zu euch und erlaubt euch daher nicht, euch als gutes, nettes, sanftes und liebenswürdiges Individuum wahrzunehmen, ein Individuum voller Liebe.

Zum Großteil aber wollen das die meisten von euch ausstrahlen, und zum Großteil tut ihr das auch, aber ihr schreibt euch diesen Ausdruck nicht zu. Ihr seht eure Mankos oder alles, was ihr nicht erreicht von dem, was ihr vollbringen wollt. Deswegen überfahrt ihr euch sozusagen und fangt an, euch durchzusetzen und behaupten zu wollen, tut euch Gewalt an, bringt euch damit in Schwierigkeiten, und erzeugt im Normalfall eine Spiegelung des Konflikts oder der Frustration durch andere Individuen.

Ein Schlüssel - Wahrnehmung betreffend - ist zuallererst zu erkennen, dass eure Wahrnehmung gültig ist und zählt. Sie ist wirklich und gültig. In vielen Bereichen eurer Wahrnehmung ist sie absolut gültig - und das ist nicht schlecht und ändert sich auch nicht. Eure Richtlinien ändern sich individuell nicht. Es gibt Elemente oder Aspekte eurer Richtlinien, die für jeden von euch absolut gültig sind. Es verändert sich das Wissen darum, dass sie für euch aber nicht unbedingt für andere Individuen absolut gültig sind und andere Individuen andere absoluten Gültigkeiten ausdrücken können.

Schwierig ist, nicht automatisch darauf zu reagieren, wenn ihr euch selbst seht und mit anderen Individuen zu tun habt und etwas gespiegelt bekommt, was anders ist als ihr euch selbst wahrnehmt. Darin liegt die Herausforderung: die Gültigkeit und die Realität der Wahrnehmungen anderer Individuen von euch zu erkennen, die ganz anders als eure Wahrnehmung sein können, und zu erkennen, dass das eure Wahrnehmung von euch nicht schmälert, dass sie wirklich ist und unabhängig davon wie ein anderes Individuum euch wahrnimmt, und - anstatt das automatisch für schlecht zu halten – zu erkennen, dass das nur ein anderer Farbton von euch ist.

RODNEY: Das passt dazu: Statt nach außen zu projizieren und mich durchsetzen zu wollen, habe ich zu vielen Leuten Nein gesagt, die etwas mit mir machen oder reden wollten. Ich konnte auf sanfte Weise Nein sagen. Ich muss jetzt mit ihrer neuen Wahrnehmung von mir zurechtkommen. Das ist ein weiterer Aspekt dessen, wovon du sprichst.

ELIAS: Ja.

RODNEY: Häufig scheint mir, dass ich die Position einnehmen muss, ungesellig oder nicht interessiert daran zu sein, worüber gesprochen wird, wenn ich es tatsächlich bin. In meiner Einschätzung nutzt mir das Gespräch nicht, warum sollte ich es dann führen? Also lerne ich jetzt, mit der neuen Wahrnehmung anderer Leute, für wen sie mich halten, klarzukommen.

ELIAS: Genau.

RODNEY: Das ist ein anderer Aspekt dessen, worum es hier geht.

ELIAS: Ja, denn das kann anfänglich auch bedrohlich sein, da es anders ist als eure Wahrnehmung von euch.

Zum Beispiel, wenn ihr euer Bewusstsein erweitert und mehr und mehr selbstbestimmt seid, haben andere Individuen, mit denen ihr zu tun habt, nicht unbedingt dieselbe Information wie ihr und bringen vielleicht ihre für sie absolut gültigen Vorstellungen in Bezug auf euch zum Ausdruck. Ihre Wahrnehmung von euch kann sein, dass ihr weniger einfühlsam, weniger kooperativ und unaufmerksam seid...

RODNEY: Und viel mehr.

ELIAS: Ja, oder dass ihr weniger rücksichtsvoll seid. Aber da gibt es auch etwas Paradoxes. Wenn andere Individuen Veränderungen in jedem von euch wahrnehmen, filtern sie das durch ihre Richtlinien. Deswegen assoziieren sie automatisch etwas dazu. Aber sie werden auch davon angezogen, wie ihr euch ausdrückt, da sie das Beispiel selbstbestimmt zu sein und nicht von seinem Kurs abzuweichen anziehend finden. Deswegen gibt es zwei Äußerungen, aber die für euch Offensichtlichste ist die, die euch herabzusetzen scheint oder die ihr für negativ haltet. Das ist einer der Fallstricke bei Unterschieden und Personalisierungen.

Als wir Kernwahrheiten besprochen haben, habe ich euch allen gesagt, dass zwei automatische Assoziationen eure Kernwahrheiten begleiten, wenn sie ausgelöst werden, nämlich Personalisierung und Erwartungen. Das sind automatische Reaktionen; ihr bringt sie sofort zum Ausdruck. Das heißt nicht, dass ihr nicht weiter einige Momente von Personalisierung oder Erwartungen an andere Individuen, die sie erfahren sollen, ausdrücken werdet, aber sie werden immer kürzer und ihr erkennt immer schneller, was ihr ausdrückt.

Wenn ihr erst einmal identifiziert: „Ah! Ich erlebe dieses Personalisieren; ich habe diese Erwartung an ein anderes Individuum“, löst es sich auf und beeinflusst euch nicht weiter, außer wenn ihr es bekämpft. Wenn ihr euch nur bestätigt: "Ich erkenne in diesem Moment, dass ich diese Interaktion mit diesem Individuum persönlich nahm. In diesem Moment sehe ich, dass ich automatisch reagierte und erwartete, dass sich das andere Individuum anders ausdrückt“. Wenn ihr das einmal erkennt und anerkennt, löst es sich sofort auf.

Wenn ihr es und euch bekämpft, und euch sagt: "Ich sollte das nicht mehr sagen. Ich sollte es besser wissen. Ich sollte jetzt bewusst genug sein, dass ich diese automatische Reaktion nie mehr haben sollte.“ Das ist dasselbe wie zu versuchen, Glaubensannahmen zu beseitigen. Ihr beseitigt keine Glaubensannahmen. Ihr ändert sie nicht; ihr beseitigt sie nicht. Es gibt sie, sie sind da und sind Elemente eurer Realität, eures Bauplans. Ihr ändert und beseitigt eure Richtlinien nicht, und ihr lasst sie nicht weniger gültig werden - sie sind es, für euch.

BILL: Elias? Du sprichst über diese Wahrnehmungswelle. Ich persönlich habe gemerkt, als ich in einigen der Foren war, wie wichtig unsere Verwendung der Sprache ist. Wahrnehmung habe ich, bevor ich dich traf, als etwas verstanden, das ich aufnehme. So wie ich deine Verwendung von „Wahrnehmung“ verstehe, ist Wahrnehmung im Grunde genommen das, was wir benutzen um nach außen zu projizieren.

ELIAS: Es ist beides. Es ist, wie ihr die Information filtert, und auch, wie ihr nach außen projiziert und Realität erschafft.

BILL: Also könnte man das Wort „verstehen“ für den aufnehmenden Teil der Wahrnehmung verwenden?

ELIAS: Nicht ganz, da ihr Information aufnehmen könnt, die ihr zunächst nicht unbedingt versteht, was auch beeinflusst, was ihr nach außen hin projiziert. Verständnis ist deswegen nicht unbedingt eine Bedingung. Es kann sich mit dem verbinden, was ihr aufnehmt, muss es aber nicht immer.

Denn es gibt viele Elemente von Information, die ihr aufnehmt, sogar in Interaktionen mit anderen Individuen. Ihr könnt einem anderen Individuum begegnen, das so anders ist als ihr, dass ihr wirklich seinen Ausdruck oder seine Wahrnehmung nicht versteht und ihr auch nicht versteht, wie sein Blickwinkel möglich ist. Aber ihr nehmt diese Information trotzdem auf, ob ihr es versteht oder nicht, und es beeinflusst eure Wahrnehmung und was ihr nach außen hin projiziert und in eurer Realität erschafft. Was ihr nicht versteht, bringt euch oft dazu, absolute Gültigkeiten zu verstärken.

BILL: Und das Verständnis kommt durch die Interpretation des Denkens?

ELIAS: Das kann es.

BILL: Oder man könnte einfach fühlen zu wissen?

ELIAS: Ja.

BILL: Aber Denken spielt ein Rolle beim Verständnis, oder kann eine Rolle spielen?

ELIAS: Es kann, ja. Das hängt von eurer Aufmerksamkeit ab.

BILL: Also benutzt man Wahrnehmung zur Aufnahme und Abgabe?

ELIAS: Ja.

BILL: Und die Aufnahme nicht unbedingt mit dem Verstand?

ELIAS: Richtig.

CARL: Es ist wie, wenn man eine Fremdsprache hört, man nimmt es auf, aber man versteht es nicht.

ELIAS: Richtig. Genau.

ELLA: Elias, was ist personalisieren? Ich möchte genau verstehen, was du meinst, wenn du das sagst.

ELIAS: Personalisieren ist eine Aktion mit der ihr euch Verantwortung zuschreibt für die Handlung oder den Ausdruck eines Individuums.

CAROLE: Elias, jedes Mal, wenn ich anfange, an etwas zu denken, fängst du sofort danach darüber zu reden an, das ist einfach unglaublich! (Elias lacht)

Ich sitze hier und denke, dass ich nicht aufhören kann, eine Entsprechung zu sehen zwischen dem, was wir reden und persönlicher Verantwortung. Es gibt nur eine sehr kleine Gruppe von Leuten, für die ich mich in dieser physischen Existenz verantwortlich fühle. Ich habe überhaupt kein Problem mit der Welt, wirklich, damit, wie man mich sieht. Aber so fühlt es sich für mich an; jemand anderer sieht mich vielleicht anders.

Zum Beispiel hatte ich heute die Wahl herzukommen oder das brave kleine Mädchen zu sein und zu einem Begräbnis zu gehen. Jemand in der Stadt ist gerade gestorben. Mein Ehemann arbeitet außerhalb, hört mit seiner Arbeit auf, geht zum Begräbnis, geht zum Grab und dann zurück. Ich sagte zu ihm: „Bob, bist du dir sicher, dass du das tun willst? Du kennst diese Leute nicht so gut. Leute werden immer sterben. Ich werde nicht zu all diesen Totenwachen und Begräbnissen gehen. Wenn du es willst, mach es.“

Aber ich verstehe, dass er ein viel größeres Bedürfnis hat, für gut gehalten zu werden, und ich nicht. In meiner Wahrnehmung hat das zum Teil damit zu tun, dass „brav“ in meiner Familie nicht unbedingt hoch bewertet wurde; „schlimm“ schon. Wenn man schlimm war, war man mehr wert; wenn man gut war, nicht, und man war positiv und eine Kirchenmaus und so weiter. Ich weiß nicht, ob das da hineinspielt, aber ich habe nicht das Bedürfnis, für gut gehalten zu werden, und mein Ehemann schon.

Ich sagte zu ihm, "Du sammelst wirklich viele Pluspunkte für dein Begräbnis. Jeder wird kommen, weil du bei so vielen dieser Anlässe gewesen bist.“ Mir ist es wirklich egal; werft meine Asche einfach in den Fluss und das ist es. Er verstand und nahm auf, was ich sagte. Er sagte: „Nein, nein, mir ist wirklich nicht wichtig, wer zu meiner Totenwache oder zu meinem Begräbnis kommt. Ich will einfach gehen.“ Ich sagte: „Gut, aber ich werde nicht gehen. Ich werde nach Vermont fahren und Mary und Lynda sehen und eine Elias-Sitzung haben.“

Aber das Sich verantwortlich Fühlen, in dem ich persönlich feststecke und wobei ich immer zu tun versuchen werde, was auch immer ich glaube, dass der anderen Person hilft, ist bei meinen Kindern. Das ist etwas ganz anderes für mich. Ich weiß, dass Mary in einer ähnlichen Situation ist, weil Elias das einmal erwähnte. Es ist sehr stark in mir, und ich versuche, dagegen anzukämpfen, um das nicht immer zu machen. Da stecke ich fest. Ich glaube, dass Leute vielleicht der eine mehr als der andere, sich entweder an gut/schlecht oder an richtig/falsch orientieren, je nachdem was ihnen mehr entspricht und wichtiger für sie ist.

Heute Morgen habe ich über Wahrnehmung nachgedacht, als ich aus dem Fenster sah. Ich dachte, dass die normale Wahrnehmung ist, dass das hier eine schöne Aussicht ist, und es ist nur eine Wahrnehmung. Ich kann auf diesem Stuhl sitzen und die Wahrnehmung haben, dass ein hölzerner Stuhl mit einer harten Sitzfläche schrecklich ist oder ich kann in diesem großen samtenen königlichen Stuhl mit einer hohen Rückenlehne sitzen und die Wahrnehmung haben dass das gut ist. Es ist wirklich ganz meine Wahrnehmung. Es erschreckt mich manchmal, wie sehr alles Wahrnehmung ist.

ELIAS: Das stimmt, aber sie ist sehr wirklich.

CAROLE: Sie ist wirklich, aber ich habe vielleicht eine Neigung, leichter als manche Leute ins Land der Phantasie zu gehen. Ich glaube, dass es nur eine Wahrnehmung und nicht schlecht ist. Also genieße ich das, weil ich es mag, auch wenn die normale Wahrnehmung ist, dass das nicht genossen werden sollte.

ELIAS: Ich verstehe.

ELLA: Könntest du vielleicht zu Personalisieren zurückkommen? Du hast begonnen, darüber zu reden, die Verantwortung für Aktionen anderer oder deren Leben zu übernehmen...

ELIAS: Nein. Personalisieren ist, die Verantwortung sich zuschreiben in Bezug auf die Handlungen, Entscheidungen und Äußerungen anderer Individuen. Zum Beispiel habt ihr mit einem Individuum zu tun und das andere Individuum sagt: "Ich bin jetzt sehr verärgert und frustriert und du hilfst mir in dieser Situation nicht.“ Wenn ihr diese Interaktion personalisiert, vermutet ihr automatisch, dass ihr den Ausdruck des anderen Individuums ausgelöst habt, und sagt zu euch: "Es ist meine Schuld, dass das andere Individuum verärgert ist. Es ist meine Verantwortung und somit ist es auch meine Verantwortung zu verändern, was das andere Individuum zum Ausdruck bringt.“

Oder es kann sein, dass ihr vielleicht nicht mit einem Individuum interagiert. Ihr geht eurer Tätigkeit nach und trefft jemanden im Haus, der zu euch sagt: "Es ist so laut hier, dass ich Schwierigkeiten habe mich zu konzentrieren.“ Wenn ihr personalisiert, hört ihr, was das andere Individuums sagt, und drückt automatisch in euch aus: "Ich mache zuviel Lärm und irritiere das andere Individuum", unabhängig davon, ob ihr laut seid oder nicht.

ELLA: Man hat gleich ein Schuldgefühl, nicht wahr?

ELIAS: Ja, und fühlt euch zuständig, weil ihr meint, die Ursache für den Ausdruck des anderen Individuums zu sein.

ELLA: Wenn man es in diesem Moment anerkennt, ohne sich zu sagen, ich sollte oder sollte das nicht, könnte man sich von diesem Gefühl distanzieren?

ELIAS: Und auch euch zu fragen, ob ihr eigentlich wirklich an dem beteiligt seid, was das andere Individuum sagt.

CAROLE: Aber fühlt man sich nicht auch verpflichtet, es in Ordnung zu bringen?

ELIAS: In Verbindung mit Personalisierung, ja, weil ihr euch zuständig fühlt. Ihr fühlt euch für den Ausdruck des anderen Individuums verantwortlich, und drängt euch deswegen ‚es in Ordnung zu bringen’, um die Situation zu bereinigen, da es jedenfalls zunächst eure Schuld ist. Wenn es also eure Schuld ist, habt ihr auch die Verpflichtung, die Situation zu verändern.

Deswegen ist es wichtig, dass ihr auf euch achtet und euch zu überprüfen erlaubt, was ihr wirklich tut. Nehmt ihr wirklich teil? Ist das der Ausdruck des anderen Individuums, und betrifft er euch wirklich, oder wollt ihr beteiligt sein?

ELLA: Deine Beispiele sind sehr genau formuliert, weil beide Erfahrungen unpersönlich waren. In beiden Beispielen sagte das Individuum nicht: "Du verursachst das.“ Aber was ist in der Situation, wenn das Individuum sagt, dass man laut ist? Man wird sich wahrscheinlich sowieso schuldig fühlen, weil das eine direkte Interaktion ist, wenn man gebeten wird etwas zu tun.

ELIAS: Gut. Wenn euch ein Individuum konfrontiert und zu euch sagt: "Du bist zu laut“, könnt ihr automatisch personalisieren und euch irgendwie schuldig und dem anderen Individuum gegenüber verpflichtet fühlen und versucht dann, die Situation in Ordnung zu bringen. Oder ihr könnt innehalten und prüfen, ob ihr wirklich zu laut seid und einschätzen, ob ihr wirklich etwas macht, das das andere Individuum zu stören beabsichtigt. Wenn nicht, könnt ihr den Wahrnehmungsunterschied untersuchen.

Ihr macht dann vielleicht etwas Ähnliches und seid leiser, aber die Motivation ist ganz anders. Da ihr annehmen könnt, was das andere Individuum sagt, und euch entscheiden könnt, leiser zu sein, aber auch erkennt, dass das andere Individuum eine ganz andere Wahrnehmung haben kann.

ELLA: Und man braucht sich deswegen auch nicht schuldig zu fühlen?

ELIAS: Richtig, und ihr erkennt euch damit an, wählt, was ihr wollt, statt verantwortlich für Äußerungen anderer Individuen zu sein und euch schuldig zu fühlen und euch in Bezug auf die Äußerungen anderer Individuen herabzusetzen.

ELLA: Das hilft sehr, und ich werde darüber nachdenken, weil es sich in einigen Fällen auf mich bezieht. Aber ich frage mich zunächst... ich weiß nicht einmal, dass ich das präsentieren werde, dass es auch personalisierend ist, aber das ist bis jetzt sehr schwierig für mich aufzulösen: Ein anderes Individuum macht etwas Selbstzerstörendes. Ich nehme ja offensichtlich daran teil, auch wenn ich mir dessen nicht immer bewusst bin. Das andere Individuum ist selbstzerstörend. Ich kümmere mich nicht darum, es ist seine Wahl, aber ich merke auch, dass ich wirklich projiziere. Vor kurzem machte das Individuum es wieder. Es war sehr anstrengend für mich zu helfen, es wieder in Ordnung zu bringen, weil wir verbunden sind. Ich glaube, dass mich diese Person, indem sie sich schlecht behandelte, mich dazu brachte, wie ein Huhn ohne Kopf herum zu rennen und zu versuchen, dieser Person zu helfen wieder zurechtzukommen.

Ich schaue nicht gern zu, wenn jemand leidet; das kann bei mir wirklich viele unangenehme Emotionen auslösen. Also sage ich: "Tu das, bitte mach das, sonst geschieht das.“ Ich merke, dass ich projiziere. Aber es ist sehr schwierig das nicht zu tun, weil es so frisch in meinem Gedächtnis ist; es ist gerade erst geschehen. Ich glaube, ich personalisiere, weil ich Verantwortung dafür übernehme, dass ich dieses Individuum erinnern muss A B und C zu tun; was ich nicht müsste! Aber ich kann nicht aufhören, es zu tun.

ELIAS: Das ist persönliche Verantwortung. Das ist etwas anderes.

JOHN: Ich möchte eine Bemerkung machen. Ich glaube, du sprichst über (unverständlich) was ich erfahren habe (unverständlich) wenn man Lärm macht. Wir sind in einen neuen Ort umgezogen und haben ein neues Haus mit einer Veranda. Die Landschaftsplaner entfernten einige Büsche, und der Schall überträgt sich wirklich sehr. Ich war ungefähr um 10 Uhr draußen und telefonierte. Das Schlafzimmer unseres Nachbarn ist der Veranda gegenüber und er regte sich auf (unverständlich). Ich wollte ein guter Nachbar sein und (unverständlich).

Ich glaube, dass du über den Gegensatz von Kompromiss und Zusammenarbeit sprichst, und ich verstehe Zusammenarbeit noch immer nicht. Ich habe sie nicht erfahren und es so gemacht, wie du es beschrieben und oft erklärt hast.

ELLA: Vielleicht wäre es hilfreich für uns, den Unterschied zwischen Personalisierung und persönlicher Verantwortung zu definieren. Obwohl (unverständlich) etwas Ähnliches bedeuten, sagst du, dass andere Aktionen beteiligt sind. Ich möchte mich wirklich sehr von dieser Aktion trennen. Es geht mir wirklich auf die Nerven.

ELIAS: Persönliche Verantwortung ist die Wahrnehmung, dass ihr ein anderes Individuum anleiten oder belehren oder ihm helfen müsst.

ELLA: Zur Selbsterhaltung. Das ist mein Motiv, glaube ich. Für mich ist die Schwierigkeit, dass ich die ganze Zeit glaube, dass ich es aus egoistischen Gründen tue! Ich brauche das! Es ist mir egal, was er tut. Ich brauche es, weil es mich wirklich beeinflusst und ich nicht will, dass es sich auf mich auswirkt. Das ist eine Handlung. Wie breche ich sie ab? Was sage ich mir, wenn ich ihn ansehe und sehe, dass er es wieder macht?

ELIAS: Mache genau das: trenne dich von dieser Handlung. Verwickle dich nicht in die Handlung.

Wenn ihr mit einem anderen Individuum zusammen seid und in dieser Interaktion großes Unbehagen habt, drückt ihr das als eine Nachricht an euch aus. Es ist eine Kommunikation an euch. Das Unbehagen drückt eine Kommunikation aus, dass ihr irgendetwas macht, was im Gegensatz zu euren eigenen Richtlinien und Vorlieben steht. Das kann unterschiedlich stark zum Ausdruck kommen. Manchmal kann es wirklich extrem stark sein.

Es geht darum, sich zu entscheiden, ob man teilnimmt, ob man weiter an bestimmten Interaktionen mit einem Individuum teilnimmt oder nicht. Wenn ihr weiter teilnehmt ungeachtet des Unbehagens und der Kommunikation, die ihr euch zukommen lasst, dass ihr nicht teilnehmen wollt, da das im Gegensatz zu euren Richtlinien und Vorlieben steht, dann übernehmt ihr persönliche Verantwortung für das andere Individuum.

Damit setzt ihr euch und das andere Individuum herab. Ihr erschafft die Tarnung, dass ihr euch höher stellt, dass ihr es besser wisst. Ihr wisst mehr, ihr wisst es besser, ihr habt wirksamere und effizientere Methoden als das andere Individuum. Deswegen setzt ihr offensichtlich das andere Individuum herab, dass es seine Realität nicht gut genug erschafft. Aber ihr setzt auch euch herab, da ihr nicht auf eure eigenen Richtlinien und Vorlieben hört und Energie erzeugt, die gegen euch gerichtet ist. Deswegen setzt ihr auch euch herab.

In diesen Situationen, in denen ihr persönliche Verantwortung für andere Individuen übernehmt, verletzt ihr euch und das andere Individuum und erschafft Konflikt. Der Konflikt kann auf viele verschiedene Arten zum Ausdruck kommen. Ihr seid gegen etwas. Obwohl ihr meint, dass ihr helft, seid ihr eigentlich gegen etwas, was nicht hilfreich ist.

ELLA: Ich habe angefangen das zu erkennen. In manchen Situationen merke ich, dass ich vorankomme, aber dieses eine ... Manchmal glaube ich, helfe ich wirklich, wenn ich andere Individuen genau das tun lasse, was sie wollen, wie auch immer sie wählen. Aber dann wieder kann ich nicht anders. Es gibt wahrscheinlich weitere unbewusste Prozesse, die ich nicht erkenne. An der Oberfläche ist alles perfekt. Das heißt noch nicht, dass nicht vielleicht doch die Absicht dessen, was ich projiziere, im Weg ist, wie du gesagt hast...

ELIAS: Ja.

ELLA: ... dass ich es besser weiß oder dass ich dieses andere Individuum nicht unbedingt anerkenne. Ich nehme nicht ganz an, deswegen wird es stärker und bricht schließlich irgendwie als negatives Ereignis hervor und dann glaube ich, dass ich mich nicht schütze als Selbsterhaltung.

ELIAS: Ja, und das ist die Handlung, Energie in den Behälter zu geben, über den wir früher schon öfter gesprochen haben. Wenn der Behälter voll ist, dreht ihr ihn um und steckt die ganze Energie in ein Ereignis, das euch überfordert und Schwierigkeiten macht und im Allgemeinen recht unangenehm wird.

ELLA: Das stimmt alles vollkommen. Ich wollte nur den Begriff personalisieren verstehen, nicht eine Lösung der Situation finden, sondern verstehen, was du sagst.

ELIAS: Ja.

Zu Kompromiss oder Zusammenarbeit, Zusammenarbeit ist nicht Teamwork. Zusammenarbeit ist eine Aktion, die ihr in euch erzeugt. Es ist sozusagen etwas, das ihr macht, um euch anzuerkennen. Es ist die Aktion, nicht gegen sich zu sein. Kompromiss ist eine Energie, die gegen etwas ist. Mit Kompromissen ist immer in irgendeiner Weise eine Erwartung verbunden.

Wenn ihr mit anderen Individuen zu tun habt, so wie du es beschrieben hast, nämlich dass sie stören, geht es nicht darum, das andere Individuum darüber zu informieren und auch nicht darum, ein bestimmtes Verhalten von einem Individuum zu fordern, sondern in euch echt zu sein und euch zu erlauben, euch und eure Vorlieben auszudrücken, ohne das andere Individuum herabzusetzen. Das kann eine friedlichere Umgebung erzeugen. (Lachen)

JOHN: Ich kann auch sehen, dass die Wahrnehmungswelle - das Herzstück davon – ein Gefühl für Zusammenarbeit ist, indem man aus sich selbst und seinen eigenen Entscheidungen heraus erschafft, bei seiner eigenen Wahrnehmung und dem eigenen Selbstbild bleibt, wie auch immer es wahrgenommen wird.

ELIAS: Ja.

JOHN: Zusammenarbeit hilft den Streit beizulegen.

ELIAS: Ja.

DANIIL: Im Beispiel des Lautseins, angenommen Kompromiss senkt den Lärm ein bisschen, um es dem anderen Individuum recht zu machen, aber man denkt noch, dass man ein Recht darauf hat, laut zu sein, und das andere Individuum kann darum bitten und man ist aus diesem Grund leiser. Zusammenarbeit wäre vielleicht, in einen anderen Raum zu gehen oder Kopfhörer aufzusetzen, damit man seine Handlung weiter tun kann und das andere Individuum auch.

ELIAS: Das hängt von eurer Motivation ab, denn es kann auch kein Kompromiss sein. Wie gesagt, kann das Ergebnis, das ihr in so einem Szenarium wählt, dasselbe sein, aber es ist von anderen Äußerungen motiviert.

Eine Motivation kann mit Personalisieren verbunden sein und damit, sich schuldig zu fühlen für die Situation oder den Ausdruck des anderen Individuums; ihr entscheidet euch deswegen, leiser zu sein. Oder ihr erkennt den Unterschied der Wahrnehmung des anderen Individuums und erkennt an, dass eure Wahrnehmung auch anders ist, und könnt dasselbe Ergebnis wählen, nicht in Verbindung mit Schuld oder Fehler, sondern als eure eigene Wahl dessen, was ihr machen wollt. Deswegen wäre das nicht unbedingt ein Kompromiss.

Wenn ihr Kompromisse eingeht, gibt es eine Erwartung. Es gibt eine Erwartung an euch, und es gibt eine Erwartung, dass auch das andere Individuum sich entsprechend verhält. Wenn ihr einen Kompromiss mit einem anderen Individuum eingeht, erwartet ihr, dass sich das andere Individuum revanchiert für das, was ihr tut. Deswegen ist es, in euren Begriffen, eine Situation von Geben und Nehmen.

RODNEY: Zug um Zug.

ELIAS: Ja. Aber es ist eine Energie der Erwartung, die gegen etwas ist, und setzt euch und das andere Individuum herab, da ihr euch und euren Ausdruck nicht anerkennt. Ihr wertet ihn ab, um diesen Kompromiss mit einem anderen Individuum eingehen zu können. Ihr wollt euch beschränken, wenn es das auch tut und umgekehrt. Wenn es sich nur zum Teil ausdrückt, werdet ihr euch auch nur zum Teil ausdrücken.

RODNEY: Elias, ich habe eine Frage. Du (unverständlich) über Wahrnehmung, dass sie der Mechanismus ist, mit dem wir unsere Realität erschaffen.

ELIAS: Richtig.

RODNEY: Meine Wahrnehmung unserer Diskussion hier ist, dass es ganz mit zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun hat.

ELIAS: Weil ihr das jetzt besprecht.

RODNEY: Diese Bewusstseinswelle, die du mit Wahrnehmung bezeichnet hast - ich habe die Erfahrung gemacht, auf ein Bild zu schauen und meine Aufmerksamkeit zu defokussieren und ein ganz anderes Bild zu erschaffen. Ich habe das mit dir besprochen, und du sagtest „Ja, du hast die Tinte geändert, du hast alles geändert und das neue Bild gibt es wirklich in physischer Realität.“ Könntest du zu diesem Aspekt dieser Wahrnehmung genannten Bewusstseinswelle etwas sagen?

ELIAS: Solche Erfahrungen werden nicht ungewöhnlich sein, da Wahrnehmung der Mechanismus ist, der eure Realität erschafft. Sie ist eng mit euren Glaubensannahmen und eurer Aufmerksamkeit verknüpft. Dabei ist aber alles, was ihr erschafft, eine Projektion eurer Wahrnehmung und ihr könnt jeden beliebigen Aspekt eurer Realität in Bezug auf eure Wahrnehmung ändern. Was ist, ist nur so, wie es wahrgenommen wird.

RODNEY: Verbessert diese Welle...

ELIAS: Ja.

RODNEY: unsere Fähigkeit, sich dessen bewusst zu sein, wie wir unsere Wahrnehmung manipulieren, um zu erschaffen, was wir wollen ...

ELIAS: Ja.

RODNEY: und zusätzlich dazu, Dinge zu sehen, die wir jetzt nicht sehen?

ELIAS: Ja.

RODNEY: Ich lese die Mailing-Listen und sehe, dass Individuen Dinge sehen und Information bekommen, was für mich nur schwer zu erreichen ist. Wenn es ein Gespenst gibt, das am Ende des Tisches hier sitzt, gibt es hier sicher jemanden, der das sehen kann. Ich würde nicht sagen, ich sehe nie etwas, aber es wäre nicht typisch für mich, das zu sehen.

ELIAS: Aber du siehst mich. (Gruppe lacht)

RODNEY: Ich wusste, dass du das sagen wirst!

ELIAS: (Lacht laut) Natürlich. Ich verstehe, was du sagst, und ja, du hast Recht. Denn in der Erforschung und Untersuchung dieser Welle, die sich der Wahrnehmung annimmt, kann es ein Schritt sein, euer Bewusstsein zu erweitern und euch zu erlauben, eure Sinne auf verschiedene Weise einzusetzen, was auch eure Wahrnehmung und was ihr damit erschafft, beeinflussen wird, denn ein weiterer Faktor in Verbindung mit Wahrnehmung sind all eure Kommunikationswege. Zu euren stärksten Kommunikationswegen gehören eure Sinne, die dauernd Information aufnehmen.

Abhängig von eurer Aufmerksamkeit und wie ihr eure Aufmerksamkeit lenkt, kann das sehr beeinflussen, wie ihr eure Wahrnehmung verändert, und euch erlauben, sie auf eine Weise zu manipulieren, dass ihr verschiedenste Manifestationen erschaffen könnt - wie dein Gemälde oder den Stuhl (zu Carole). Wenn ihr erkennt, dass eure Wahrnehmung flexibel ist, dass sie nicht so starr ist, wie ihr geglaubt habt, und sie viel mehr erschaffen kann, als ihr für möglich gehalten habt, könnt ihr wirklich auf einem Holzstuhl sitzen und ihn zu eurem Thron transformieren und ihn in tatsächlicher physischer Realität erzeugen.

Denn das macht eure Wahrnehmung: sie erschafft die tatsächliche physische Realität, an der ihr teilhabt. Das kann auch eure Zellen verändern, da ihr eure Form verändern könnt aufgrund eures Umgangs mit Wahrnehmung.

CARL: Ist das dann für die anderen Leute offensichtlich? Wenn es eine Übereinkunft gibt?

ELIAS: Es ist nicht unbedingt eine Frage der Übereinkunft. Es hat mit Bewusstsein und Offenheit zu tun. Es kann von anderen Individuen wahrgenommen werden und wird oft wahrgenommen, wenn ihr so eine Änderung erzeugt. Andere Individuen werden es bemerken.

Denkt daran, dass jeder von euch die Erscheinung jedes anderen Individuums, das ihr trefft, erschafft. Ihr empfangt ihre Energie und konfiguriert die Form. Deswegen ist es abhängig von euch, wie ihr diese Energie empfangt, wenn das Individuum eine andere Energie projiziert.

Wenn ihr grundsätzlich offen seid, nicht nur mit einer Person sondern ganz allgemein, werdet ihr die Energieveränderungen wahrnehmen und euer Bild der anderen Personen verändert konfigurieren. Das kann in unterschiedlichen Graden sein, die davon abhängen, wie ihr die Energie des anderen Individuums empfangt. Wenn ihr euch erlaubt, weniger starr wahrzunehmen, was ein weiteres Element dieser Welle ist, könnt ihr euch erlauben, Energie mehr in der Weise zu empfangen, in der sie projiziert wurde, statt sie durch eure Richtlinien zu filtern und sie in einer Weise, die ihr viel mehr gewohnt seid, zu konfigurieren. Das ist auch verbunden mit Wahrnehmung und passt gut zu dem, was heute besprochen wurde.

Was ist euer wichtigster Weg der Projektion von Wahrnehmung? Es ist ein Kommunikationsweg und auch eine Art, auf die ihr Wahrnehmung erkennt, aber nicht Denken.

RODNEY: Sehen.

ELIAS: Richtig.

RODNEY: Und wir haben die Seh-Maschine kaputt gemacht.

ELIAS: (lacht) Vielleicht habt ihr sie nicht kaputtgemacht, sondern euch ein ausgezeichnetes und klares Beispiel der Veränderungen von Wahrnehmung gegeben. Was ihr seht, was ihr visuell aufnehmt, beeinflusst eure Wahrnehmung sehr - mehr als irgendeiner eurer anderen Sinne.

CARL: Ich habe eine Frage. Als du zu Rodney sagtest "Und trotzdem siehst du mich“, war mein erster Gedanke: nein, ich sehe Marys Körper. Ich kann den Unterschied hören und fühlen, aber ich sehe keinen.

RODNEY: Aber er machte einen Witz; er meinte es nicht wirklich. Er ist im regionalen Bereich 4. Er ist an einem Ort des Nichts. Du weißt, dass ich das nicht sehen kann, deswegen wusste ich, dass du scherzt.

ELIAS: Ich scherzte eigentlich nicht. Es gibt mehr als eine Art zu sehen. Ihr könnt eure Augen schließen und sehen. Individuen, die kein Sehvermögen haben, können sehen. Bilder werden ausgedrückt. Unabhängig davon, ob ihr euren Sehsinn einsetzt oder nicht, könnt ihr sehen und sogar Bilder sehen. Obwohl ihr den physischen Körper des Individuums Mary erblickt, wenn ihr mit mir interagiert, denkt ihr nicht an dieses Individuum. Ihr assoziiert mich und deswegen seht ihr mich.

GAIL: Es ist so, wie wenn man einen Ventilator sich zu drehen beginnen sieht, wenn man weiß, dass man ihn eingeschaltet hat. Die Elektrizität, die Vorstellung, dass man es ist, der einschaltet, man weiß, dass du da bist, auch wenn man dich nicht sieht. Wie du im Körper von Mary, manipuliert man die Energie im Ventilator, und es ist das Erkennen der Energie.

ELIAS: Richtig. Oder wenn ihr mich im Traum seht, habt ihr jeweils Bilder von mir, und sie sind alle sehr verschieden.

CARL: Ich muss eine Frage stellen. In unserer letzten Sitzung haben wir darüber gesprochen, dass ich ein Gespräch mit dir hatte, und du hast bestätigt, dass das stattfand. Dann hatte ich danach noch ein paar, kannst du das bestätigen? (Elias nickt) Dann dachte ich erstens, dass ich das zu jeder Tages- und Nachtzeit tun kann, wenn ich es möchte. Ich kann mich auf dich einstellen und ein Gespräch haben.

ELIAS: Du hast Recht.

CARL: Dann dachte ich, wenn ich das mit dir machen kann, kann ich das mit meiner toten Mutter, Vater, mit wem und mit was auch immer machen.

ELIAS: Ja.

CARL: Ich fing an, damit zu experimentieren. Wenn ich das mache, neige ich dazu, mich herabzusetzen. An diesem Punkt hört die Kommunikation auf und (unverständlich).

ELIAS: Was ganz normal ist. Wenn ihr euch und die Realität dessen, was ihr tut, und die Interaktion, die geschieht, anerkennt statt sie als Einbildung für nicht vorhanden zu erklären, wird die Interaktion weitergehen. Wenn ihr sie negiert und euch sagt, dass es Einbildung ist, blockiert ihr.

CARL: Neulich in der Nacht hatte ich dieses Gespräch mit dir, und meine Gedanken wanderten. Ich fing an, geistige Bilder von diesem und jenem zu haben. Mein Eindruck war, dass du mir Beispiele freien Denkens vermittelt hast oder wie das Wesen in nichtlinearer Zeit erschafft. Ist das eine richtige Einschätzung?

ELIAS: Ja und aufnehmen, dass ihr nicht unbedingt über das Denken aufnehmt.

CARL: Um jemanden von vorher zu zitieren: „Oh! Das ist groß!" (Elias und die Gruppe lachen laut) Ich glaube, ich bin für den Rest des Tags fertig.

ELIAS: Gut!

JAN: Ich glaube, dass das Gefühl von Frustration ein Auslöser für mich ist, wenn ich beginne, nicht mehr zu tun, was ich will, und anfange, das zu tun, was ich glaube tun zu sollen. Sind diese Frustration und diese Sensation in meinem Körper wie ein Hilfsgeist für mich, Elias?

ELIAS: Es ist ein Signal, ja, und du kannst das als Maß nehmen, besonders in Bezug auf Intensität. Je intensiver du es erlebst, umso größer ist der Ausschlag.

JAN: Danke, Elias.

ELIAS: Gern geschehen.

GAIL: Ich habe eine Frage. Ich habe diesen Zwiespalt in mir. Es ist nicht so, dass ich eine andere Person brauche für das Für und Wider; ich habe das in mir. Ich benutze objektive Bilder dafür, nämlich rauchen und nicht rauchen wollen. Ich mache das schon ungefähr ein Jahr lang. Manchmal ist es entspannend, wenn ich rauche. Dann wieder erreiche ich den Punkt, an dem ich den Geruch nicht mehr aushalte, den Geschmack nicht mehr aushalte und warum ich das mache und dann höre ich eine Weile auf. Ich habe das, worüber auch Jan gesprochen hat, nämlich diese Irritation, aber ich kann nicht herausfinden, warum ich das mache. Hat das mit Wahrnehmung in mir zu tun?

ELIAS: Ja, und auch damit, dass du wählen musst.

GAIL: Ich weiß! Und das nicht nur damit. Es ist so - wo will ich leben, will ich das, will ich jenes. Mir kommt vor, ich sage dauernd: „Wähle! Wähle! Wähle!" aber ich kann mich nicht entscheiden, weil ich den Impuls nicht fühle. Normalerweise hörte ich mir einfach zu und sagte mir: „Oh, ich präsentiere mir das. In Ordnung ich mache es so. Ich präsentiere mir das; ich werde das tun“. Es war einfach. Jetzt bringe ich mich dazu, mich in allem entscheiden zu müssen.

CARL: Soll ich diesen neuen Liebhaber noch treffen? (Gruppe lacht)

ELIAS: Es geht darum, dir zu erlauben, aufzuhören zu analysieren und zu schwanken in Bezug darauf, was die richtige Wahl und das richtige Erkennen ist. Und das ist wichtig: Vorlieben ändern sich und können sich oft ändern. Deswegen kannst du in Bezug auf das Rauchen es einmal gern tun und ein anderes Mal magst du es nicht, und das kann schwanken.

GAIL: Oh, ja, wirklich oft.

ELIAS: Das ist nicht schlecht. Es geht nicht darum, sich dafür oder dagegen zu entscheiden, und das präsentierst du dir.

GAIL: Was meinst du damit, dass ich mich nicht dafür oder dagegen entscheiden muss? Ich tue es oder ich tue es nicht, ich will mich bewegen oder will es nicht?

CARL: Sie will die Stabilität eines beständigen Nachbarn, was auch etwas absolut gültiges wäre?

GAIL: Und so etwas gibt es nicht.

ELIAS: Es geht darum, dir die Flexibilität zu erlauben, die du dir früher erlaubt hast, und in dieser Flexibilität nicht an die Zukunft zu denken, nicht zu projizieren: "Was sollte ich tun? Was sollte ich nicht tun? Welche Richtung sollte ich einschlagen? Welche Richtung sollte ich nicht einschlagen? Früher hast du dir erlaubt, dir zu präsentieren...

GAIL: Ja, es war einfach.

ELIAS: Richtig, weil du nicht antizipiert hast. Jetzt projizierst und antizipierst du und schwankst hin und her. Du achtest im Moment nicht auf deine Vorlieben und projizierst in die Zukunft und die Vergangenheit und lenkst vom Jetzt ab.

GAIL: Ich bin mir dessen sogar bewusst, dass ich das tue, und sage immer: "Bleib im Jetzt. Setz deine fünf Sinne ein.“ Zum Beispiel als ich im Haus meiner Eltern war und versuchte damit zurechtzukommen, half mir, auf meine fünf Sinne und mein Jetzt zu achten. Mir kommt vor, dass ich das jede Minute des Tages üben muss, weil ich ja immer wähle, ja?

ELIAS: Ja. Darauf kommt es an. Ich kann dir sagen, dass sich Üben auszahlt und es dadurch leichter wird.

GAIL: Wie zum Beispiel als ich bei Belinda war und mir einfach vertraute, dass ich tue, was ich frei tun würde, nicht wahr? Ist es dieses Gefühl?

ELIAS: Ja.

GAIL: In Ordnung, ich mag es.

ELIAS: (Lachen) Gut! Ich werde noch eine Frage beantworten.

JOHN: Ich habe eine. Sind die vier Fokustypen, die du schon ausgeführt hast: Denken, emotional, religiös, politisch ein Element von Wahrnehmung? Ich würde erwarten, dass diese Unterschiede zwischen Leuten verstärkt werden. Meine eigene Erfahrung in dieser Wahrnehmungswelle ist auch, dass Emotion und der emotionale Fokus zum Beispiel eine Rolle hinsichtlich dieser Welle in meinen Erfahrungen spielen sollte. Stimmt das?

ELIAS: Es ist ein Faktor. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass das die zentrale Rolle einnimmt, aber es ist ein Einflussfaktor, weil das wie gesagt Linsen in Bezug auf Wahrnehmung sind. Deswegen beeinflussen sie, wie ihr wahrnehmt und wie ihr durch diese Wahrnehmung erschafft.

Es ist auch ein Faktor, dessen Einfluss zu beachten ist, weil er in bestimmten Situationen stark beeinflussen kann, denn die anderen Fokustypen drücken sich unterschiedlich aus und nehmen deswegen anders wahr als ihr. Erlaubt euch, in Bezug auf diese Unterschiede den anderen Linsen gegenüber offen zu sein, ob ihr versteht oder nicht, denn das ist nicht immer nötig. Erkennt nur, dass es Unterschiede gibt und dass ihr nicht unbedingt...

JOHN: (unverständlich)

ELIAS: Richtig. (lacht) Gut, meine Freunde!

RODNEY: Warte! Wir bekommen keine Hausaufgabe?

ELIAS: Ihr habt sie schon! Seid ermutigt! (Lachen) Wagt und gewinnt! (Lacht mit der Gruppe) Und erschafft große neue Abenteuer und seht seltsame Dinge, und vielleicht neue Geister!

Euch allen in großer Wertschätzung und großer Liebe, teurer Freundschaft, und wie immer großer Ermunterung für euer Vorankommen au revoir.

GRUPPE: Au revoir.

Elias geht um 14:04 ab.