Sitzung 1970


„Kernwahrheiten identifizieren“


Samstag 1. April 2006 (Gruppe/Brattleboro, Vermont) Teilnehmer: Mary (Michael), Alicia (Tisara), Bill (Zit), Carole (Aileen), Daniil (Zynn), Donna (Luera), Ella (Bella), George (Gregor), Hernan, Inna (Beatrix), Ioanna (Iona), Jeremy (Opan), Judy, Ken M (Oba), Ken P (Alida), Lynda (Ruther), Magdalena, Natasha (Nichole), Pat (Treice), Paul (Paneus), Rodney (Zacharie), Terry (Uliva), Veronica (Amadis)

Elias kommt um 11:41 an. (Ankunftszeit 20 Sekunden.)

ELIAS: Guten Tag!

GRUPPE: (Laut) Hallo, Elias!

ELIAS: Heute werden wir folgendes besprechen: Motivation, warum einem etwas passiert, Energie und euer Lieblingsthema Wahrheiten. Wir fangen damit an, Wahrheiten zu identifizieren.

Wer von euch hat eine Wahrheit festgestellt?

ELLA: Gilt das, wenn ich bestimmte Glaubensannahmen aus meiner Kindheit als Glaubensannahmen erkenne, die ich nie analysiert oder in Frage gestellt habe, und dass sie ... (unverständlich) Ist das wahr?

ELIAS: Nicht unbedingt.

JEREMY: Ich habe eine. Ich habe die Glaubensannahme, dass Liebe Opfer erfordert.

ELIAS: Gut. Und wie meinst du, beeinflusst sie?

JEREMY: Ich habe sie bisher in Beziehung zu meinen religiösen Glaubensannahmen über Selbstwert und darüber, etwas verdienen zu müssen, gesehen.

ELIAS: Und wie meinst du, beeinflusst sie dich in deinen alltäglichen Handlungen?

JEREMY: Ich habe bemerkt, als ich mich mit dieser Glaubensannahme oder Wahrheit auseinander setzte, dass ich gewöhnlich dazu neige, meine Wahl zugunsten anderer Personen hintanzustellen und meinen eigenen Ausdruck für weniger wichtig zu halten als die Wünsche oder Äußerungen anderer.

ELIAS: Und wie beeinflusst dich diese Wahrheit in deinen alltäglichen Handlungen?

JEREMY: Ich bemerke normalerweise, dass ich dazu neige mich zurückzuhalten und mich oft einzuschränken, sogar bei Videospielen. Wenn ich die Straße überquere, kann es manchmal sein, dass ich einen Verkehrsstau verursache, und ich sehe Autos sozusagen als etwas, das die Fahrbahn beherrscht, weil sie größer sind und mich überfahren können.

ELIAS: Wenn du diese Wahrheit und ihre Einflüsse erkennst, merkst du wie oft am Tag es Äußerungen oder Handlungen gibt, die in Verbindung mit dieser Wahrheit stehen?

JEREMY: Sehr oft.

ELIAS: Und was tust du?

JEREMY: Seitdem ich mir ihrer bewusst geworden bin und dieses Bewusstsein zulasse, lasse ich mich normalerweise wählen. Manchmal schwanke ich und will anscheinend beides erschaffen: das Gewohnte – dem zu Grunde liegt, dass ich meine Wahl hintanstelle - und auch neu zu wählen. Es hängt einfach davon ab, worauf ich im Moment vertraue - ob ich wirklich der neuen Einstellung oder Richtung vertraue, die mit Selbstvertrauen und Bedeutung meines Ausdrucks einhergeht, oder ob ich mich lieber wieder dem Gewohnten zuwende und das nicht mache.

ELIAS: Gut. (sieht die Gruppe an) Noch wer?

ELLA: Ich weiß nicht, ob es eine Wahrheit ist, aber unlängst wurde mir klar, dass ich immer wieder daran denke, dass ich viel rede. Ich habe das nie als meine Wahrheit gesehen. Aber in letzter Zeit fällt mir auf, wie du gesagt hast, dass es meine Glaubensannahmen dauernd beeinflusst, so dass ich mir innerlich sage, dass ich das unter Kontrolle bringen sollte, weil ich etwas mache, das andere Personen auf eine Art beeinflusst, die ihnen nicht angenehm ist, und es kommt mir an mir negativ vor. Aber in letzter Zeit habe ich das öfter bemerkt und auch, dass ich mich öfter annehme, so wie ich bin, statt es zu bekämpfen und zu meinen, dass es sich vielleicht nicht lohnt mir zuzuhören. Ist das das, was du beschreibst?

ELIAS: Ja. Wer noch?

VERONICA: Ich setze mich damit auseinander, welches Essen für mich gesund ist – ob ich z.B. biologische Nahrung zu mir nehmen soll um gesund zu bleiben. Manchmal sage ich, dass es egal ist, denn wenn ich glaube, dass Kartoffelchips für mich gut sind, kann ich sie essen. Aber ich frage mich immer, ob ich etwas esse, das gut oder nicht gut für mich ist.

ELIAS: Was ist die Wahrheit dabei?

VERONICA: Die Wahrheit ist, dass ich nicht weiß, was ich essen soll.

ELIAS: Das ist ein Einfluss. Was ist die Wahrheit?

VERONICA: Ich bin, was ich esse, und wenn ich gesund sein will, muss ich essen, was ich für gute Nahrung halte oder als gute, gesunde Nahrung bezeichnet wird.

ELIAS: Die Wahrheit betrifft Gesundheit.

VERONICA: Und das Essen?

ELIAS: Das Essen ist ein Einfluss. Die Wahrheit ist Gesundheit. Ein starker Einfluss dieser Wahrheit bei dir ist Nahrung und welche Nahrung du isst. Wie beeinflusst dich diese Wahrheit in Bezug auf andere Personen und anderes Verhalten bzw. Unterschiede?

VERONICA: Ich versuche eher andere von einer bestimmten Nahrung zu überzeugen als ihnen zu erlauben, ihre eigene Wahl zu treffen. Also versuche ich irgendwie ihre Wahl zu beeinflussen statt zu sagen: „Lass sie essen, was sie wollen“ und mich nicht einzumischen.

ELIAS: Der Nächste?

PAT: Ein Glauben oder eine Wahrheit der Einschränkung, in der Weise, dass ich nichts verschwenden darf, weder Essen noch Wasser, Elektrizität und Energie zu verschwenden.

ELIAS: Und wie meinst du, dass das deine alltäglichen Handlungen beeinflusst?

PAT: Ich achte sehr darauf, dass der Wasserhahn zugedreht ist, oder hebe übrig gebliebenes Essen auf. Ich hebe Sachen auf, werfe nichts weg, was vielleicht für jemanden etwas wert ist. Man darf das nicht wegwerfen; das ist falsch.

ELIAS: Und wie beeinflusst dich diese Wahrheit in Bezug auf andere Personen und Unterschiede?

PAT: Ich verurteile Leute, die etwas verschwenden. Wie können sie nur das Wasser laufen lassen? Wie können sie nur die ganzen Lampen eingeschaltet lassen? Wie können sie das nur wegwerfen?

ELIAS: (nickt) Der Nächste?

KEN P: Ich bin ein Bewusstseinsfokus, und das bezieht sich auf das alltägliche Leben so, dass ich an jedem beliebigen Ort fokussiert sein kann, nicht nur in diesem Körper, sondern auch in einem Traum und in anderen veränderten Bewusstseinszuständen. Mir wird jetzt bewusst, dass es andere Fokusse geben kann, die sich durch den Körper fokussieren.

ELIAS: Und was ist die Wahrheit dabei?

KEN P: Die Wahrheit ist, dass ich ein Bewusstseinsfokus bin.

ELIAS: Nein. Das ist keine Wahrheit.

KEN P: Wirklich nicht?

ELIAS: Nein. Der Nächste?

KEN M: Wenn man glaubt, dass Produktivität, die Anstrengung erfordert, etwas Wertvolleres erschafft. Manchmal wenn ich mir zum Beispiel Zeitungsinserate ansehe, sehe ich interessanterweise ein Inserat nach dem anderen, wo jemand gesucht wird, der hart arbeiten will, aber für mich bedeutet das Mühseligkeit. Ich fragte mich, warum sie nicht annoncieren, dass sie jemanden suchen, der schwungvoll arbeiten will, was dasselbe ist, aber nicht mit derselben Art von Glaubensannahme verbunden ist. Ich frage mich das irgendwie.

Mir kommt einfach vor, dass uns allen eingeimpft wurde hart zu arbeiten. Aber wenn etwas leicht erreicht wird, ist es fast zu leicht. Also gibt es da bestimmt eine Glaubensannahme, die mit Produktivität zusammenhängt.

ELIAS: Hältst du das für eine deiner Wahrheiten?

KEN M: Ja, in meinem Leben habe ich das sehr oft gemacht und merke, dass ich es immer noch mache. Wenn ich merke, dass ich denke: Halt, ich mach das alte „das ist etwas wert, weil ich hart gearbeitet habe“ und das ist nicht unbedingt wahr. Es ist im Grunde genommen nur eine Glaubensannahme, die viele Leute haben.

Ich glaube, ich würde es mir weniger schwer machen, wenn ich es sehe als: "Ich gehe es mit Schwung an, weil das irgendwie neutral ist. Schwung ist nur Schwung im Gegensatz zu harter Arbeit, die einen immer an Mühe denken lässt oder daran, etwas zwanzig Jahre lang tun zu müssen.

In gewisser Hinsicht ist es irgendwie wie etwas, das Seth über Brücken-Glaubensannahmen sagte, dieselbe Sache. Ich frage mich, ob das irgendwie ein Vorläufer deines Begriffs Annahme war.

JEREMY: Ist das auch ein Beispiel für „Kampf ist edler“?

KEN M: Ja, so etwas ähnliches.

ELIAS: Es ist eine Glaubensannahme. Aber wir suchen die Glaubensannahmen, die absolut gültig geworden sind und eure individuellen Wahrheiten sind.

RODNEY: Ich habe diese Gespräche in meinem Kopf mein ganzes Leben lang gehabt. Ich führe Dialoge zwischen Leuten, zwischen mir und Leuten. Neulich sagte ich: „Was ist mit diesen verdammten Dialogen? Sie gehen einfach weiter. Sie werden ausgelöst und ich weiß nicht, was sie auslöst, obwohl ich schon besser darin bin herauszufinden, was sie hervorruft. Dabei wurde mir klar, was diese Dialoge in meinem Kopf motiviert, nämlich ein Mangel an Vertrauen in meine eigenen Entscheidungen, in meine eigene Wahl.

Ich liebe Butter. Ich streiche vier Mal mehr Butter auf mein Brot als jeder, den ihr jemals gesehen habt. Also habe ich einen Dialog in meinem Kopf darüber, dass Butter gut für mich ist und ich darauf pfeife, was andere Leute tun. Aber warum habe ich diesen Dialog? Mir ist eingefallen, dass es eine sehr starke Glaubensannahme gibt, dass ich mich rechtfertigen muss, Punkt. (Elias nickt) Das stiehlt mir furchtbar viel Energie.

ELIAS: Was ist die Wahrheit?

RODNEY: Das versuche ich zu sehen. Es muss eine Wahrheit sein, weil es so beherrschend ist.

ELIAS: Du hast es schon gesagt. (Lächelt) Was hast du gesagt?

RODNEY: Ich habe vieles gesagt.

ELIAS: Rechtfertigung.

RODNEY: Ja, ich sehe das sehr deutlich.

ELIAS: Deswegen...

RODNEY: Was ist also die Wahrheit?

ELIAS: Das IST die Wahrheit.

RODNEY: Dass ich mich rechtfertigen muss?

ELIAS: Ja.

RODNEY: Das Gegengift dagegen ...

ELIAS: Wir werden das bald behandeln.

RODNEY: Kannst du es nicht einfach sagen? (Lachen)

ELIAS: Wir werden das bald behandeln. (sieht Alicia an) Ja?

ALICIA: Ich geniere mich fast dafür das zu sagen, aber ich halte es für eine Wahrheit, weil es sich für mich absolut gültig anfühlt. Ich achte nicht darauf, aber es beeinflusst mich. Ich glaube, ich bin immer noch der Meinung, dass Erschaffen außerhalb von einem selbst geschieht. Dinge passieren mir und meine unmittelbare Reaktion darauf ist, dass mir das jemand tut, dass es mir geschieht, im Gegensatz dazu, dass ich es erschaffe. (Elias nickt)

Ich finde etwas ist - ich weiß nicht ob das typisch ist - ich glaube nicht, dass ich irgendeine meiner Wahrheiten oder meiner Glaubensannahmen mag. Es kommt mir vor, dass ich sie lebe und mit ihnen aufgewachsen bin, und jetzt auf einmal mag ich keine mehr. Meine Vorlieben sind gar nicht mehr meine Vorlieben, aber ich lebe ihnen entsprechend. Es ist sehr frustrierend.

BILL: Eine meiner Wahrheiten, glaube ich, ist, dass ich die Zeit nutzen muss, ich etwas tun muss. Es muss nicht anstrengend sein; ich muss nur etwas tun, wie z.B. meditieren, was ich nicht gern tue. Vielleicht mag ich es nicht, weil es eine meiner Wahrheiten ist. Das scheint eine Wahrheit zu sein, über die ich noch nie wirklich nachgedacht habe.

ELIAS: (nickt) Ja.

PAUL: Was ist mit Respektieren? Das ist, meine ich, ein großes Thema.

ELIAS: Ja, und wie beeinflusst es dich?

PAUL: Ich glaube, ich verurteile alle, die sich, andere Leute oder mich nicht respektieren. Ich tappe in die Verurteilungs-Falle.

ELIAS: Und wie meinst du, beeinflusst es dich im alltäglichen Tun?

PAUL: Ich weiß nicht. Ich habe das noch nicht bedacht.

ELIAS: Gut.

ELLA: Elias, das was ich für meine Wahrheit halte, nämlich dass ich viel rede, hat das mit Selbstwert zu tun und damit sich darum zu kümmern, was andere Individuen von mir halten? Ist das die zugrunde liegende Wahrheit?

ELIAS: Das Selbstbild.

ELLA: Mein Selbstbild?

ELIAS: Ja.

ELLA: Also belässt du es nicht bei Selbstwert? Das verstehe ich nicht. Ich verstehe, dass es vielleicht nicht das beste ... (unverständlich) ist, aber bezieht es sich im Grunde nicht auf Selbstwert?

ELIAS: Das kann ein Einfluss sein, aber die Wahrheit ist das Selbstbild.

KEN P: Unterscheidest du hier zwischen Wahrheit und Glaubensannahme? Ist das Teil der Übung?

ELIAS: Nein. Wir haben festgestellt, dass eure Wahrheiten, eure individuellen Wahrheiten, Glaubensannahmen sind. Sie sind nur Glaubensannahmen, die absolut gültig geworden sind. Wichtig dabei ist, dass es wirklich eine Herausforderung darstellt sie zu identifizieren, weil sie nicht in Frage gestellt werden und ganz automatisch erzeugt werden. Im Allgemeinen seid ihr euch dessen nicht bewusst, dass es sie gibt oder wie ihr sie erkennen könnt, aber sie beeinflussen sehr.

Und jetzt kommen wir zum zweiten Teil deiner Frage, Teil der Übung ist zu erfassen, dass sie NICHT eure Feinde sind. Sie sind eure Richtlinien. In euren Begriffen sind sie gut.

RODNEY: Junge, so kommen sie einem nicht vor!

ALICIA: Wirklich nicht!

ELIAS: Ihr haltet sie für schlecht, weil ihr euch der Äußerungen und Einflüsse in euren alltäglichen Handlungen nicht bewusst seid, mit denen ihr einverstanden seid. Ihr nehmt die unangenehmen Einflüsse wahr oder die, die als automatische Reaktion eure Wahlmöglichkeiten einschränken.

Wann ihr eine Wahrheit identifiziert und eine Wahrheit wirklich erkennt und anfangt zu sehen, wie diese Wahrheit mit vielen, vielen Handlungen, die ihr während eures Tages setzt, verknüpft ist, seht ihr, dass viele Äußerungen dieser Wahrheit angenehm für euch sind. Sie sind Vorlieben und sie sind eure Richtlinien. Sie machen Schwierigkeiten und ihr seht sie als euren Feind, wenn ihr euch dieser Einflüsse nicht bewusst seid oder euch nicht bewusst seid, dass sie Richtlinien für euch sind, oder ihr an eurer eigenen Richtlinie zweifelt und sie für schlecht hält.

Nichts zu verschwenden - das IST eine Vorliebe; es ist eine Richtlinie. Aber diese Richtlinie kann in Zusammenhang mit Unterschieden Konflikte auslösen.

Wenn ihr euch eurer Richtlinien nicht bewusst seid und nicht wisst, dass sie eure und nicht notwendigerweise die anderer Individuen sind, stellt sich - da es etwas absolut Gültiges ist und nicht in Frage gestellt wird, außer wenn ihr euch selbst kritisiert – in euch dauernd eine grundsätzliche Erwartung ein, dass andere Individuen in jeder gegebenen Situation auf dieselbe Weise wie ihr reagieren sollten.

Das blockiert die Annahme von Unterschieden, da ihr diese Unterschiede, da sie absolut gültig sind, automatisch als Charakteristik der jeweiligen Person seht. Es gibt keine andere Art oder keine anderen Mittel bestimmte Handlungen durchzuführen. Ihr müsst es so tun, und alle anderen Individuen auch, da das die absolut gültige bewährte Methode ist. Aber sie ist es nicht. Es ist eure eigene absolut gültige bewährte Methode, und das ist nicht unbedingt schlecht.

Alle Wahrheiten sind in einem gewissen Ausmaß mit euren Vorlieben verknüpft, aber viele von euch sind sich ihrer Vorlieben nicht bewusst. Die Wahrheiten, die euch Schwierigkeiten machen, sind dieselben Wahrheiten, die euch dazu veranlassen, euch auf eine bestimmte Weise zu verhalten, bestimmte Handlungen auf eine bestimmte Art mit einer bestimmten Absicht durchzuführen. Ihr macht ganz normale alltägliche Handlungen, die keinen Gedanken erfordern, und erkennt überhaupt nichts von dem, was mit diesen Handlungen verbunden ist.

Wascht ihr euer Geschirr ab?

GRUPPE: Ja.

ELIAS: Wascht ihr eure Wäsche?

GRUPPE: Ja.

ELIAS: Jeder von euch macht das auf seine Weise. Ihr macht das alles auf eure eigene Art. Legt ihr eure Wäsche zusammen? Oder hängt ihr sie auf? Ob ihr etwas tut oder nicht, jede eurer Handlungen ist mit euren Wahrheiten, euren Richtlinien verbunden und durch sie motiviert.

Die Art, in der ihr diese Handlungen durchführt, ist ein Ausdruck von Energie. In diesem Energieausdruck, wenn ihr euch nicht eurer Wahrheit bewusst seid und wie sie euch beeinflusst und ihr es mit einer anderen Person zu tun habt, die ihre Wäsche anders als ihr wäscht, haltet ihr die Art der anderen Person automatisch für falsch oder eure Methode für besser oder meint, die andere Person sollte das tun, oder ihr kennt euch nicht aus und versteht das nicht und sagt: „Warum tut die andere Person das?“

ELLA: Oder man könnte vielleicht sagen: „Ich habe es immer falsch gemacht und vielleicht machen die anderen es richtig“, wenn man nicht so zufrieden mit sich ist.

ELIAS: Das kann auch vorkommen. Der Punkt dabei ist, dass sich diese Welle verstärkt. (Bemerkungen der Gruppe, zumeist der Art von „Du machst Witze“) Und warum sollte sie nicht stärker werden, da sich die meisten Individuen eigentlich nicht mit Wahrheiten befassen?

JEREMY: Hat das auch mit der Wahrheit, an Verzweiflung zu glauben, zu tun, dass, wenn man sich nicht damit befasst, sie weiter besteht bis sie erfasst wird?

ELIAS: Inwiefern?

JEREMY: Wenn man dazu übergeht, sich damit zu befassen, abhängig davon wie eine Gruppe auf ihre eigenen Wahrheiten und Handlungen reagiert. Unabhängig davon ob man diese Information kennt oder nicht, könnten sich einige verloren fühlen oder sich nicht auskennen oder sogar deprimiert sein, und abhängig davon, wie auch immer sie sich diese Angelegenheiten zu sehen erlauben, könnte das zu einer Art von Verzweiflung führen, die ich vorher diskutieren gehört habe. Ich frage also, ob das mit dem Stärkerwerden der Wahrheitswelle zu tun hat.

ELIAS: Ja, du hast Recht.

PAUL: Werden wir eine globale physische Manifestation sehen, die dieses Stärkerwerden der Wahrheitswelle markiert?

ELIAS: Ihr seht das schon.

PAUL: Ich denke an etwas wie eine Katastrophe.

ELIAS: Ihr erlebt das schon.

JEREMY: Wie mit Bush, zum Beispiel - viele Leute haben unterschiedliche Meinungen und Glaubensannahmen zu seiner Art mit den Dingen umzugehen. Wäre das auch ein Beispiel dafür, dass wir uns mit unseren Wahrheiten konfrontieren?

ELIAS: Ja, und mit Unterschieden und der Verstärkung des Fehlens von Annahme von Unterschieden. Die meisten Individuen, wie gesagt, befassen sich nicht mit ihren eigenen Wahrheiten und haben sie noch nicht einmal identifiziert, entweder weil ihnen ein Verständnis der Unterschiede fehlt und sie ihre Wahrheiten zu wenig erkennen oder weil sie Konflikte auslösen, weil sie nicht wissen, was Wahrheiten sind, bzw. sie sie nicht identifizieren.

RODNEY: Das Massenereignis, das im Augenblick mit Mexiko wegen der Einwanderung stattfindet - wir haben 11 Millionen illegale Mexikanern im Land, und es gibt große Protestkundgebungen.

Wie kommt es, dass bei Abstimmungen immer fast 50 Prozent der Leute für etwas und 50 Prozent gegen etwas sind? Mit anderen Worten, eine Hälfte sagt Ja und eine Hälfte sagt Nein; und das geschieht immer wieder. Viele unserer Wahlen gehen sehr knapp aus. Sie unterscheiden sich nur um wenige Stimmen.

ELIAS: Polarisierung.

RODNEY: Ja, aber das legt nahe, dass unsere Wahrheiten 50-50 gespiegelt werden. Warum ist das so? Warum sieht die Hälfte von uns etwas auf diese Weise und die andere auf jene Weise, statt 80-20? Es ist fast so, man diskutiert mit jemandem und schließlich gelangt man dahin, dass ich es auf diese Weise sehe und die andere Person auf jene.

ELLA: Vielleicht weil es derzeit eine Pattsituation gibt. ... (unverständlich) weil es früher Mehrheiten gab, und die Kräfte im Augenblick fast gleich sind. Man hat eine Pattsituation. Man kann nirgendwohin. Eine Seite zieht mit derselben Kraft wie die andere und so blockiert es.

ELIAS: Was auch mit dieser Welle zu tun hat. Das ist Polarisierung, die nur geringen Spielraum zulässt und Starrheit und Extreme fördert.

ALICIA: Elias, ich kenne mich nicht aus. Ich möchte ein bisschen zurückgehen. Ich sagte, dass eine meiner Wahrheiten ist, dass das Erschaffen außerhalb des Selbst geschieht. Was ich nicht verstehe ist, wie kann sich das auswirken, wie ich mein Geschirr spüle oder meine Wäsche wasche oder ob ich sie aufhänge oder nicht oder sie auf dem Fußboden liegen lasse?

ELIAS: Das ist der Punkt. Deswegen ist es wichtig, eine Wahrheit deutlich oder richtig zu identifizieren, da fast jede Handlung, die ihr vornehmt, von einer Wahrheit beeinflusst wird.

ALICIA: Ist das also dann keine Wahrheit von mir? Ich schätze, ich sehe nicht, wie es beeinflusst.

ELIAS: Das ist ein Einfluss.

ALICIA: Der worin besteht?

ELIAS: Dass es Ereignisse gibt, die außerhalb von dir erschaffen werden, dass Realität außerhalb von dir erschaffen wird oder dass Teile deiner Realität nicht von dir erschaffen werden.

ALICIA: Ist das also keine Wahrheit, ist das ein Einfluss? (Elias nickt zustimmend) Was ist dann die Wahrheit?

RODNEY: Wenn es etwas Innerliches ist, wie wirkt sich meine Wahrheit, dass ich alles, das ich tue, rechtfertigen muss, darauf aus, wie ich meine Wäsche wasche?

ELIAS: Wie wäschst du sie?

RODNEY: Waschpulver und Wasser in einer Waschmaschine, auf dieselbe Art wie jeder andere.

ELIAS: Wirklich?

RODNEY: Nein, wahrscheinlich nicht. Es gibt unterschiedliche Arten Wäsche zu waschen.

ELIAS: Ja, die gibt es. Wie DU das machst, wird ein wenig durch deine Wahrheit beeinflusst...

RODNEY... dass ich mich rechtfertigen muss.

ELIAS: Ja.

RODNEY: Ich verwende vielleicht ein bisschen mehr Waschpulver als nötig...?

ELIAS: Nicht unbedingt. Der Einfluss ist nicht offensichtlich solange dir kein unterschiedliches Verhalten präsentiert wird. Wenn dich jemand besucht und in einer ganz anderen Weise als du es tust, für dich wäscht, würdest du seine Bemühung nicht unbedingt schätzen.

RODNEY: Ich würde sagen, „Warum machst du es so?“

ELIAS: Richtig, und damit deine Methode rechtfertigen.

RODNEY: Ja. Das ist also der Einfluss, die Rechtfertigung?

ELIAS: Die Rechtfertigung ist die Wahrheit. In den alltäglichen Handlungen gibt es einen Bezug zu ihr. Sie ist deine Wahrheit. Sie ist deine Richtlinie. Deswegen hältst du diese Handlung nicht für schlecht. Es ist deine Art es zu tun. Aber wenn dieselbe Handlung anders gemacht wird, rechtfertigst du deine Methode.

RODNEY: Ich würde es für notwendig halten zu beschützen, weil rechtfertigen mit Schutz zu tun hat. Mir kommt vor, dass ich mich oder meine Ideen immer wieder beschützen muss. Gehe ich zu weit damit?

ELIAS: Nein. Das ist ein weiterer Einfluss, der deine Interaktion mit anderen Personen wirklich sehr beeinflussen kann.

Im Allgemeinen werden eure Wahrheiten offensichtlich, wenn ihr mit einem Unterschied konfrontiert werdet oder ihr euch damit konfrontiert. Unterschiede bedrohen eure Wahrheit, da eure Wahrheit absolut gültig ist und sie auf vielfältige Weise angenehm ist und euch keine Schwierigkeiten macht.

JEREMY: Kommen da die Schwierigkeiten ins Spiel? Zum Beispiel, er wäscht seine Wäsche, rührt dabei die Bedrohung seiner Wahrheit Wäsche waschen betreffend durch die andere Person und die Rechtfertigung auch von der Glaubensannahme her, dass die Realität oder die Wahrheiten einer anderen Person mehr bedeuten? Steckt darin die Bedrohung oder der Konflikt?

ELIAS: Die andere Person oder ihre Methode oder ihre Glaubensannahme oder ihre Verhaltensweisen oder ihre Handlungen sind nicht unbedingt mehr wert. In Wirklichkeit ist ganz im Gegenteil eure eigene besser und eure Richtung die richtige Richtung.

IOANNA: Wenn ich zum Beispiel die Geschirrspülmaschine nach meiner Mutter umordne. Ich sage nichts zu ihr, aber ich stelle alles so, wie ich es mag. Setze ich sie damit herab oder drücke ich damit einfach meine Vorliebe aus, wenn ich es ihr nicht sage? Ich weiß, dass es eine meiner Wahrheiten ist, das auf eine bestimmte Art zu tun, um sicherzugehen, dass alles sauber wird.

ELIAS: Ja, in einer gewissen Weise ist es eine Herabsetzung der anderen Person, aber - bildlich gesprochen - gibt es auch Energie in einen unsichtbaren Behälter. Aufgrund dieser Energie „passiert euch was“.

Im Zusammenhang mit euren Wahrheiten gebt ihr in alltäglichen Handlungen, die ihr in euch NICHT beachtet und so das Potential dieser Energie nicht erkennt, Energie in euren unsichtbaren Behälter, den ihr auf Schritt und Tritt mit euch zieht, wohin auch immer ihr geht.

Wenn ihr in diesen kleinen Handlungen dauernd Energie in diesen Behälter gebt, füllt er sich und fängt an überzulaufen. Dann sprengt ihr diesen Behälter mit einer entsprechend großen Gegenkraft und erschafft irgendein Ereignis, das unangenehm ist oder Schwierigkeiten macht oder das ihr nicht wollt. Das kann auf jede beliebige Art zum Ausdruck kommen. Es kann z.B. sein, dass etwas, das euch gehört, beschädigt wird.

IOANNA: Wie die Decke, die heruntergefallen ist, nachdem wir sie gerade repariert hatten.

ELIAS: Ja, oder ein Fenster kann kaputt sein oder euer Fahrzeug wird gestohlen oder ihr streitet mit jemandem oder ihr seid frustriert, dass ihr eine bestimmte Aufgabe nicht lösen könnt oder das nicht erreicht, was ihr wollt.

Die Energie in solchen Ereignissen, wenn euch „etwas passiert“, kommt von den Wahrheiten, die ihr jeden Tag oft bedient. Ihr nehmt nicht wahr, anerkennt sie nicht und denkt nicht. Denn worüber solltet ihr auch nachdenken?

DANIIL: Wie viele Wahrheiten hat ein Individuum im Durchschnitt? Sind es hunderte oder ein paar größere?

ELIAS: Ich würde sagen, dass jedes Individuum viele Wahrheiten hat, aber nur ein paar, die man Kernwahrheiten nennen könnte.

DANIIL: Könnte es sein, dass ich fürs Wäschewaschen eine andere Wahrheit habe als jemand anderer?

ELIAS: Ja, ja. Deine Wahrheit kann...

NATASHA: Wäschewaschen könnte eine wichtige Wahrheit sein. Wie wäschst du?

ELIAS: Das Wäschewaschen ist keine Wahrheit. Es ist mit einer Wahrheit verknüpft oder von ihr beeinflusst, die für euch möglicherweise nichts mit Wäschewaschen zu tun hat.

Wie dieses Individuum gesagt hat, die Wahrheit Respektieren, die Wahrheit Überlegung, scheint für euch zunächst nichts mit Wäschewaschen zu tun zu haben. Aber ihr wascht sie in einer bestimmten Weise und wenn ihr mit einem Unterschied konfrontiert werdet, bezieht ihr Überlegen oder Respektieren mit ein, da es nicht in der Weise gemacht wird, wie ihr es macht. Ihr stellt diese Verbindung her, da ihr den Ausdruck des anderen Individuums automatisch in Bezug auf eure Wahrheit interpretiert.

Ihr bemerkt dann automatisch: "Diese Person handelt unbedacht.“ Sie handelt vielleicht nicht so, aber ihr interpretiert es so, weil das eure Richtlinie ist und nicht in Frage gestellt wird.

Eine andere Person ist vielleicht gar nicht respektlos, aber ihr interpretiert es so, weil das eure Wahrheit, eure Richtlinie ist, und ihr Ausdruck oder Verhalten der anderen Person automatisch im Zusammenhang mit eurer Wahrheit, eurer Richtlinie interpretiert. Sie wird nicht in Frage gestellt.

GEORGE: Wenn ich also merke, dass ich eine Person verurteile, wenn ich in dem Moment anfange, mich auf dieses Urteil zu konzentrieren und zurück gehe und versuche das zu benutzen, um die Wahrheit zu entdecken, die mich zu diesem Urteil veranlasst hat, ...?

ELIAS: Ja, ja.

JEREMY: Ich habe mit einigen Personen der Orientierungen Common und Soft über Beziehungen diskutiert. In einigen dieser Gespräche habe ich bemerkt, dass einige der Schwierigkeiten ausgelöst werden, wenn eine Personen der Orientierung Common eine Wahrheit hat, das verliebt oder intim zu sein heißt, sich äußerlich auszudrücken, wie sich zu umarmen oder zu küssen, während eine Person der Orientierung Soft sich vielleicht in einer anderen Weise ausdrückt. Es ist nicht so, dass sie diese Gefühle nicht haben, aber es ist eher so, dass die Person mit der Orientierung Common diese Wahrheit hat.

ELIAS: Ja, und wie Unterschiede etwas auslösen. Aber eigentlich ist es nicht das andere Individuum oder der Unterschied, der etwas auslöst. Ihr tut es, weil ihr diesen Auslöser schon betätigt bevor er eintritt, da ihr eure Wahrheiten dauernd ausdrückt. Sie sind eure Richtlinien. Sie SIND NICHT schlecht.

Du bringst deine Wahrheit des Respektierens zum Ausdruck. Das leitet dich dabei an, wie du dich verhältst und ausdrückst. Aber wenn du nicht merkst, was du alles machst, das auch mit dieser Wahrheit verknüpft ist, kannst du deine Wahlmöglichkeiten nicht sehen, damit dir „nichts passiert“.

PAUL: Man könnte das so sehen, angenommen wir identifizieren unsere Wahrheit, welche auch immer sie sei, und fangen dann an, auf unsere täglichen Handlungen zu achten. Ich könnte mir ein Schild mit meiner Wahrheit machen und es mitnehmen oder wo hinstellen, wo ich es jeden Tag sehe, und versuchen innezuhalten und Aspekte dieser Wahrheit zu bemerken, die die Aktivitäten und Glaubensannahmen in dem Moment beeinflussen.

ELIAS: Ja.

PAUL: Wenn man das macht, löst das die Energie auf, die wir in unserem Behälter tragen?

ELIAS: Ihr fangt an, diesen Behälter zu leeren und ihn nicht weiter zu füllen, weil ihr die Energie auflöst. Ihr erlaubt euch, wahrzunehmen, und fangt an zu erkennen, dass ihr nicht nur eine Wahl habt. Ihr habt VIELE Optionen, und es kommt darauf an so zu wählen, dass eure eigenen Auslöser nicht betätigt werden, damit ihr eine Richtung einschlagen könnt, die eurer Richtung und euren Richtlinien entspricht, aber nichts wählt, was eure eigenen Wahrheiten in Bezug auf Unterschiede auslöst.

Ja?

CAROLE: Ich weiß, dass ich meine eigene Realität erschaffe. Ich denke nie, dass es von außen kommt. Allerdings, fange ich gerade zu verstehen an, dass die alten religiösen Wahrheiten von gut und böse, Sünde und Vergeltung, Verbrechen und Strafe immer noch eine meiner Wahrheiten ausmachen.

Weil ich wirklich, wirklich immer meine, dass ich es immer bin, egal was in meinem Leben geschieht. Wenn ich etwas erschaffe, was ich nicht mag, fühlt es sich so an, als wäre ich irgendwie Schuld oder im Unrecht oder schlecht, weil ich weiß, dass ich es erschaffen habe. Ich glaube nie, dass es irgendjemand oder irgendetwas anderes ist. Deswegen ist mir klar geworden, dass diese altmodische Religion immer noch eine meiner Wahrheiten ist - gut und böse, richtig und falsch, ich mache etwas und werde bestraft. So erschaffe ich eine ganze Reihe kleinerer physischer Beschwerden und denke mir: "Warum tue ich mir das an?“

ELIAS: Ursache und Wirkung, in jeder Hinsicht, jeden Ausdruck betreffend. Darin ist der Einfluss von gut und böse, richtig und falsch und Verbrechen und Strafe enthalten. Aber es ist die Wahrheit von Ursache und Wirkung.

CAROLE: Das ist also die Wahrheit?

ELIAS: Ja: jede Handlung, die ich setze, hat Konsequenzen.

RODNEY: Das ist eine Wahrheit?

ELIAS: Das ist die Wahrheit von Ursache und Wirkung dieses Individuums. Wie gesagt habt ihr jeweils mehrere Kernwahrheiten die alles beeinflussen, was ihr tut.

RODNEY: Meinst du nicht, dass ein Glauben an Ursache und Wirkung als eine absolut gültige Wahrheit wahrscheinlich für die meistem von uns eine Kernwahrheit ist?

ELIAS: Ja.

RODNEY: Sie ist universell.

ELIAS: Nicht unbedingt universell, aber ja, viele, viele Individuen haben das als eine Kernwahrheit.

GEORGE: Für die meisten in diesem Raum ist Ursache und Wirkung eine Kernwahrheit?

ELIAS: Ja.

ALICIA: Elias, kannst du mir vielleicht helfen? Ich glaube, ich habe Schwierigkeiten damit, eine Wahrheit zu identifizieren. Ich glaube, ich habe in den letzten paar Wochen ein paar Erfahrungen gemacht, die mir die Wahrheit bewusst werden lassen. Es fällt mir schwer, sie zu erkennen, weil es einen Streit betraf und sich verstärkte.

Es war interessant. Du hast gesagt, dass meine Chefin, von der ich dir erzählt habe, dazu da wäre, mir zu helfen meine eigenen Reaktionen zu erkennen. Gleich danach hatten wir zwei große Auseinandersetzungen. Es ging anscheinend darum, dass sie glaubt, ich mache meine Arbeit nicht, und hereinkommt. Ich erlebe sie sehr aggressiv, sie vertraut mir nicht, will dauernd über jede Kleinigkeit Bescheid wissen, die ich mache, hebt Sachen vom Boden neben mir auf, weil sie glaubt, es habe nichts mit meiner Arbeit zu tun, blickt mir über die Schulter um zu sehen, was ich auf dem Computer habe, weil sie nicht glaubt, dass es Arbeit ist. Ich sagte ihr schließlich, sie soll hinter meinem Rücken verschwinden und wir fingen an zu streiten.

Ich glaube, dass ich da eine Wahrheit haben muss. Es geschah zweimal in zwei Wochen, und auch schon früher, nicht so heftig wie in den letzten paar Wochen, aber es ist in den letzten paar Jahren, die ich mit ihr zusammen bin, immer wieder vorgekommen. Gibt es da irgendwo eine Wahrheit, die ich...? Ich weiß nicht. (Lacht) Ich bin eine derjenigen, die ihre Wahrheiten nur schwer identifizieren können. Ich kann gerade den Einfluss sehen, und deswegen geschieht es offensichtlich immer wieder, so wie du sagst.

ELIAS: Das ist der Punkt.

ALICIA: Ja, ich bin der Punkt! (die Gruppe lacht) Du hast mir das damals gesagt, und ich weiß, dass ich eine davon bin! Nimm mich als Versuchskaninchen. Wie fange ich den Prozess, die Wahrheit zu identifizieren, an und komme über ein bloßes Verstehen hinaus, dass...?

ELIAS: Achte darauf, was DU tust ...

ALICIA: Ich wehre mich, ist es das, was du meinst?

ELIAS: Das und was du körperlich machst, auf ALLES zu achten, was du den ganzen Tag über machst - wirklich darauf zu achten und dir zu erlauben dich zu fragen, was deine Motivation ist.

ALICIA: Ich kenne mich noch immer nicht aus. Wie kann ich diese bestimmte Situation analysieren, um meine Wahrheiten zu erkennen? Du sagst, indem ich auf mich achte, aber ich glaube, dass ich nicht auf mich achte!

ELIAS: Ich habe nicht gesagt "achte auf dich, ich sagte "achte darauf, was du tust“.

ALICIA: Du meinst, bevor der Streit war?

ELIAS: Und während. Welche Assoziationen hast du? Was tust du?

ALICIA: Ich rede.

ELLA: Du magst deine Arbeit oder irgendetwas vielleicht nicht. Du gehst in die Arbeit und denkst dir dabei, dass du nicht dorthin gehen willst. Wie stehst du zu deiner Arbeit?

GEORGE: Was du gerade tust, hat damit zu tun, und was du gerade getan hast. Mir ist aufgefallen, dass du aufgezeigt hast. Ich hab mir das eine Weile angeschaut und bin dann draufgekommen, dass ich das in der Volksschule gemacht habe, um die Aufmerksamkeit des Lehrers zu bekommen. Ich dachte mir, dass eine deiner Wahrheiten ist, dass du Schüler von Elias und vielleicht auch dieser anderen Person bist, mit der du Schwierigkeiten hast.

RODNEY: Es ist fast eine Frage der Autorität, weil ein halbes Dutzend Leute hier sind, die einfach das Gespräch dort unterbrechen, wo es ihnen angemessen vorkommt, was gut zu gehen scheint. Aber du stehst da und zeigst auf und wartest darauf, dass irgendeine Autorität sagt, dass du jetzt sprechen darfst.

CAROLE: In Ordnung, dann unterbreche ich, jetzt wo alle fürs Unterbrechen sind. Können wir zurück zu Ursache und Wirkung kommen?

ELIAS: Obwohl...

CAROLE: Ich glaube nicht, dass das genug behandelt wurde, weil es überall zu sein scheint. Es scheint auch mit Vielem zu tun zu haben, was hier vor sich geht. Denn wenn man sich von Ursache und Wirkung entfernt, kommt man dazu, dass jede Handlung eine Wahl ist ungeachtet aller vorgefassten Meinungen über Wirkungen dieser Aktion, nicht wahr?

ELIAS: Ja.

CAROLE: Ich könnte weiterreden, aber ich höre dir lieber zu. (Elias lacht)

RODNEY: Aber wir nähern uns der Angelegenheit.

ELIAS: Ja.

RODNEY: Ursache und Wirkung sind in meiner Vorstellung von größter Wichtigkeit, weil wenn man die Energie aus der Kiste nähme, die man damit füllt, würde man sehr machtvoll werden...

ELIAS: Genau. Und diese Wahrheit ...

RODNEY... weil diese Wahrheit alles steuert, was man macht. Alles hat eine Ursache; alles hat eine Wirkung.

ELIAS: In gewissem Maße.

ALICIA: Etwas sagt mir aber doch, dass das, worüber ich nachdachte, nicht viel anders ist als das, worüber ihr redet. Wenn es einen Glauben an Autorität gibt, ist das nicht Ursache und Wirkung?

ELIAS: Was du zum Ausdruck bringst, die Wahrheit, die du erzeugst, ist nicht Autorität.

ALICIA: Gut, was ist sie dann? Sag es mir bitte!

ELIAS: Es ist auch Respektieren - dass du respektvoll umgehst und Respekt in der Weise erwartest, wie du ihn zum Ausdruck bringst.

ALICIA: Das Aufzeigen ist also Respektieren?

ELIAS: Ja.

ALICIA: Aber wie ist das mit der Chefin und dem Streit? Ist das auch Respektieren?

ELIAS: Weil du das andere Individuum in ihren Unterschieden für respektlos hältst. Das erzeugt den Konflikt, da das deine Wahrheit, deine Richtlinie bedroht.

ELLA: Ich kann sagen, dass ich jemanden hatte, der mich jeden Moment zu beaufsichtigen versuchte? Ich erkannte, dass diese Person unsicher ist. Er wollte alle 30 Minuten meinen Bericht, aber ich gab ihn ihm alle 15 Minuten. Dieser Person war es angenehm, dass ich weiß, was ich tue und ich in einer wertschätzenden Weise mit ihm zusammenarbeite. Ich habe das nicht überheblich gemacht. Ich wollte wirklich, dass er sich sicherer fühlt und habe doppelt so oft, als er erwartete, berichtet. Es dauerte zwei Tage, und er wollte mich nie wieder überwachen! (die Gruppe lacht)

ALICIA: Aber in meinem Fall ist es umgekehrt. Ich informiere sie, und jetzt will sie mehr.

ELIAS: Wir machen Pause und bald weiter.

GRUPPE: Danke.

PAUSE um 12:45 WIEDERBEGINN um 14:00

ELIAS: Wir machen weiter! Im Zusammenhang mit euren Wahrheiten ist es wichtig, dass ihr erkennt, wie sie mit eurem Tun und eurer Entwicklung zusammenspielen, wie sie euch vervollkommnen, wie euch eure Wahrheiten erlauben, eure Richtungen in einer angenehmen Weise zu verwirklichen. Es ist wichtig, dass ihr ihren Wert anerkennt. Die automatische Reaktion ist, sie für schlecht zu halten und sich nur auf die Einflüsse zu konzentrieren, die euch einschränken. Aber es gibt viel mehr Einflüsse, die euch nicht behindern, die euch erlauben, euren eigenen natürlichen Ausdruck zu leben und mit euch auf angenehme Weise umzugehen. Sie sind nämlich eure Richtlinien.

(Zu Carole) Es ist nicht schlecht, eine Kernwahrheit von Ursache und Wirkung zu haben. Sie führt dich: sie leitet dein Verhalten an; sie hilft dir beim Denken; sie lenkt, wie du interagierst. Sie hält dich oft davon ab etwas zu tun, das du bedauern könntest.

(Zu Paul) Es ist nicht schlecht, eine Kernwahrheit Respektieren zu haben. Sie leitet dich an, wie du dich verhalten, wie du mit anderen Individuen interagieren kannst.

(Zu Rodney) Es ist nicht schlecht, eine Kernwahrheit Rechtfertigung zu haben. Sie leitet dich an, dir zu erlauben zu vollbringen, was du willst in der Art, die du willst.

(Zu Jeremy) Es ist nicht schlecht, eine Kernglaubensannahme zu haben, die mit Beziehungen oder deiner Erfahrung in Bezug auf andere Individuen zu tun hat, und anderen Individuen den Vorrang zu geben oder andere Individuen wertzuschätzen. Sie führt dich in deinem Verhalten.

(Zu Lynda) Es ist nicht schlecht, eine Kernwahrheit Überlegung zu haben. Sie leitet dich in deinem Verhalten.

Keine eurer Wahrheiten ist schlecht. Sie beinhalten Einflüsse, die euch einschränken, aber nur im Zusammenhang mit automatischen Reaktionen. Ihr seid eure Wahrheiten wirklich so gewohnt, dass es verbunden mit den Wahrheiten - da sie nicht in Frage gestellt werden - sehr viele automatische Reaktionen gibt.

Einige eurer automatischen Reaktionen haltet ihr für gut und wollt sie nicht verändern und ihr schätzt sie. Einige eurer automatischen Reaktionen bringen euch in Schwierigkeiten und führen dazu, dass euch „etwas passiert“, wie ihr sagt. Deswegen ist es wirklich so wichtig und ausschlaggebend, dass ihr eure Wahrheiten identifiziert und nicht nur identifiziert, sondern die Einflüsse erkennt und euch zu erkennen erlaubt, dass ihr die Wahl habt.

Ich möchte euch auch sagen, wenn ihr eure Wahrheit wirklich erkennt und identifiziert, wird das „Ich erschaffe nicht meine ganze Realität“ hinfällig, weil ihr, sobald ihr die Verantwortung für eure eigenen Wahrheiten übernehmt, anfangt zu erkennen und wirklich wahrzunehmen, dass ihr eure ganze Realität erschafft. Ihr seid kein Opfer von Umständen, Szenarien, Situationen oder anderen Individuen, weil IHR die Wahl habt und andere Handlungen wählen könnt, um euch zu erlauben, weiter eure Wahrheit auszudrücken ohne euch von Entscheidungen oder dem Verhalten anderer Individuen etwas ausreden zu lassen. Die werden buchstäblich unbedeutend. Ihr verbindet kein Urteil mehr mit Unterschieden, da ihr euch neue Wahlmöglichkeiten eröffnet, sogar in Bezug auf Wäschewaschen. Sogar in den alltäglichen Handlungen gebt ihr keine Energie mehr in diesen Behälter, da ihr euch so wählen lasst, dass eure gewohnten Auslöser umgangen werden.

Andere Individuen sind nur Katalysatoren, die euch spiegeln; sie lösen eigentlich nicht aus. Ihr ruft die Auslösung hervor. Ihr habt damit schon begonnen bevor ihr euch das Szenarium, in dem euere Reaktion ausgelöst wurde, präsentiert, weil ihr Entscheidungen getroffen habt, die euch in die Lage gebracht haben, dass etwas bei euch ausgelöst wird. Aber wenn ihr euch eurer Wahrheiten bewusst seid, handelt und erschafft ihr bewusst.

Was will jeder in diesem Raum oder in diesem Forum? Jeder will sich seiner objektiv so bewusst sein, dass er objektiv und bewusst seine Realität in der Weise erschaffen kann, die er will, ob es nun um Beziehungen, Geld, Heim, Familie, Kinder oder Arbeit geht; darauf kommt es nicht an.

Ihr wollt euch eurer so bewusst sein, dass ihr erschaffen könnt, was ihr wollt. Weil das so ein starkes Verlangen ist, motiviert euch das, diese ganzen Erfahrungen zu machen: Erfahrungen, die ihr nicht mögt, Erfahrungen, die Unbehagen erzeugen. Der Grund für diese Erfahrungen steht in einem Zusammenhang mit diesem Verlangen. Aber ihr verliert dieses Verlangen aus den Augen und sagt euch: "Warum kann ich nicht erschaffen, was ich jetzt will?“ Warum könnt ihr nicht erschaffen, was ihr jetzt wollt? Ihr seid euch dessen nicht bewusst, was euch JETZT in allem, was ihr tut, beeinflusst.

Ich habe nun schon lange immer wieder gesagt, wie wichtig es ist, auf alles zu achten, was ihr tut. Es gibt nichts, das vor euch versteckt ist. Es gibt kein Unterbewusstsein. ALLES steht euch zur Verfügung. Es ist nur eine Frage der Achtsamkeit und davon, nicht nur Kopilot eures Flugzeugs ohne Flugkapitän zu sein. Ohne den Flugkapitän ist es wirklich fraglich, wohin das Flugzeug fliegt, und ihr habt keine Kontrolle! Also öffnet ihr der Vorstellung Tür und Tor, Opfer von Situationen, von Umständen, anderer Individuen - sogar von euch selbst zu sein! Ihr sabotiert euch, weil ihr nicht Regie führt und bestimmt.

Jeder fragt sich. "Wie bestimme ich? Was heißt das? Und worauf soll ich achten?" Ihr wollt eine Formel. Ihr wünscht euch von mir, dass ich euch eine Formel gebe. Ich habe das immer wieder gemacht. Aber die Formel ist zu einfach, und ohne Verkomplizierung wird die Formel nicht aufgenommen. Ihr sucht weiter nach einer umfassenderen Formel: "Mach es komplizierter, Elias. Sag mehr dazu, Elias. Das ist zu einfach. Das kann nicht umgesetzt werden; das kann doch nicht alles sein, was es dazu gibt“.

Ich sage euch: “Achtet darauf, was ihr tut“ und ihr fragt euch "Was tue ich denn? Ich sitze, ich höre; ich tue nichts.“ Ihr macht nie nichts. Ihr wählt immer und ihr macht immer viel mehr als ihr euch erlaubt zu bemerken. Euer Körperbewusstsein macht immer etwas. Ihr trefft immer Entscheidungen, in jedem Moment. Jeder von euch wählt in diesem Moment zu sitzen, zu hören...

RODNEY: Zu kauen! (die Gruppe lacht)

ELIAS: Und seid ihr euch dessen bewusst, was ihr tut und womit ihr euch befasst und verbindet, wenn ihr zuhört?

PAUL: Ja. Ich arbeite daran.

ELLA: Ich bemerke auch, dass ich automatisch mit meiner Aufmerksamkeit weggehe und dann bemerke ich das. Ich habe jetzt gerade bemerkt, dass ich das mache. Ich habe mich abgelenkt. Ich kann die Schwierigkeit besonders in dem sehen, was du gesagt hast. Ich versuchte achtzugeben, aber es ist sehr schwer. Es ist einfach - die Formel ist einfach; das Tun ist schwer. Daher fange ich an, abgelenkt zu sein, und dann merke ich es.

Ich analysiere auch. Während du zu jeder Wahrheit etwas gesagt hast, nahm ich meine Körperreaktion auf jede einzelne Wahrheit wahr. Für mich war es auch eine Gelegenheit zu schauen, ob ich sie besser erfassen kann, und daraus habe ich geschlossen, dass Ursache und Wirkung und Überlegung wahrscheinlich wichtiger für mich sind als Respektieren; und Rechtfertigung kommt irgendwo in der Mitte für mich persönlich.

ELIAS: Ja, und Selbstbild.

ELLA: Das Selbstbild hast du als erstes genannt, deswegen wusste ich, dass ich das nicht zu analysieren brauche. Ich versuchte herauszubekommen, welche Wahrheit ich noch nicht erkannt habe. Das habe ich getan. Kannst du mir da zustimmen?

ELIAS: Ja. Ich stimme dir wirklich zu und anerkenne es auch. Ich anerkenne euch alle dafür, dass ihr euch beteiligt und bemerkt, was ihr tut. Ihr hört nicht nur zu. Ihr achtet auch auf andere eurer Handlungen, und dabei nicht nur auf euer körperliches Tun.

Ja?

BILL: Elias, es ist interessant, dass du darauf zu sprechen kommst. Ich wollte unbedingt etwas fragen. Ich habe mich zurückgehalten und aufgezeigt oder auch nicht. Als du angefangen hast, über Achtgeben zu reden, bemerkte ich, dass ich diese unglaubliche Glaubensannahme habe, dass es schlecht ist Leute zu unterbrechen. Also habe ich meine Hand gesenkt und mich gar nicht gut gefühlt und gemerkt, wie Energie durch mich strömt. Jetzt wo ich das gesagt habe, möchte ich das fragen, was ich fragen wollte.

Du hast gesagt, dass alles eine Wahl ist und wir auch Konflikte erschaffen. Es ist eine Wahl, sie zu erschaffen, auch wenn wir sie nicht mögen. Meine Frage ist, ich glaube, du hast einmal gesagt, dass es Leute gibt, die sich Konflikte wünschen. Wenn es ein tiefes Verlangen und kein vermeintlicher Wunsch ist, der durch falsch interpretierende Gedanken entstanden ist, wie weiß man da, dass der Konflikt, den man erschaffen hat, wirklich ein tiefes Verlangen ist? Verstehst du, was ich meine? (Elias nickt) Wenn man immer wieder Dramen erschafft, wie weiß man da, ob das Teil seines Verlangens und nicht nur etwas ist, das man haben will? Weil man glaubt, dass es nicht nur etwas ist, das man haben will.

ELIAS: Richtig.

BILL: Wie erkennt man den Unterschied?

ELIAS: Wie habe ich euch angeleitet zu entdecken, was eure tiefere Absicht (intent) ist?

BILL: Auf die Ereignisse unseres gesamten Lebens zu achten.

ELIAS: Richtig, auf das Thema eurer Erfahrungen. Wenn das Thema eurer Erfahrungen in der Gesamtheit eures Fokus immer wieder Konflikt gewesen ist und ihr euch zu fragen beginnt, wie diese Konflikte entstehen, statt nur jemand dafür verantwortlich zu machen, wenn ihr also anfangt, eure Teilnahme dabei zu erkennen, und wie ihr das erschafft, könnt ihr erkennen, dass das eine Handlung ist, die ihr schätzt.

BILL: Gibt es wirklich Leute, die Konflikte mögen? (Zustimmung von der Gruppe) Wirklich? Ich hasse Konflikte.

JEREMY: Ich mag sie manchmal. Es fordert mich heraus.

ELIAS: Es gibt Individuen, die Konflikt mögen und das wirklich schätzen.

ELLA: Konflikte sind manchmal eine gute Möglichkeit, reinen Tisch zu machen. Wenn man falsch verstanden wird und sich nie ausspricht, kann sich das vielleicht dadurch auflösen. Manchmal hilft es sehr, weil man sich auseinandersetzen muss.

BILL: Das ist der Fall, wenn man acht gibt. Ich bin zum Schluss gekommen, wenn man als jemand, der nicht acht gibt, Konflikt erlebt...

ELLA: Das ist es, worüber ich rede! Für mich ist es wahr. Normalerweise, wenn Leute diese Ideen nicht kennen, kommt es oft zu Konflikten, wenn Leute einander sagen: "Das ist meine Vorliebe; das ist deine.“ Jetzt krachen sie aneinander und lösen es dann auf, und aus Konflikten entstehen schließlich sehr oft Kompromisse.

BILL: Du sprichst über dich. Ich spreche über mich.

ELLA: Ich beschreibe meine Erfahrung.

BILL: Ja, weil du nicht meine Konflikterfahrung beschreibst. Meine Erfahrung von Konflikten ist, dass ich sie nicht mag. Damit ich gewinnen kann, müsstest du verlieren und das mag ich nicht.

ELLA: Ich habe erfahren, wie die Luft wie nach einem Gewitter rein wurde.

BILL: Ja, für dich!

ELLA: Ich zwinge dir meine Meinung nicht auf. Ich sage nur, dass das meine Erfahrung ist, und ich kenne andere Leute, denen das passiert, vielleicht weil ich davon angezogen werde. Ich sage nicht, dass du dasselbe erlebst.

BILL: Und wie weißt du das? Für mich ist es nicht so; bei dir löst es etwas auf. Mich stößt es ab - zumindest war das stärker der Fall bevor ich mit dir, Elias, zu tun hatte.

ELIAS: Was eine Vorliebe erkennen ist.

BILL: Seit ich es mit dir zu tun habe, stelle ich nur mehr selten Konflikte fest, weil ich nicht gewinnen muss. Viel von meiner tieferen Absicht (intent) hatte mit diesem Gewinnen/Verlieren, meiner Erfahrung polarer Gegensätze wie Recht und Unrecht und Wettkampf zu tun; eigentlich alles, was ich getan habe.

ELIAS: Ich verstehe. Aber das betrifft nicht unbedingt deine Absicht; das verbindet sich mit Wahrheiten...

BILL: Von Recht und Unrecht?

ELIAS: Ja.

BILL: Dass es einen Sieger geben muss.

ELIAS: Und das beeinflusst die Wahrnehmung sehr stark und motiviert dich.

Motivation ist ein weiterer Faktor. In Verbindung mit dem Bewusstseinswandel und der Entdeckung oder Identifizierung von Wahrheiten verändert sich eure Art voranzuschreiten. Ihr seid Ziele gewöhnt. Ihr setzt euch ein Ziel, ihr habt ein Ideal, ihr konzentriert euch auf ein gewünschtes Ergebnis und das ist der Fokus, der euch motiviert, dieses Ziel oder dieses Ergebnis zu erreichen.

Bei vielen Individuen ändert sich die Wahrnehmung so, dass ihnen entgegen ihrer Gewohnheit der Weg wichtiger als das Ziel wird, was als Motivationsmangel missverstanden wird. Wenn ihr auf den Prozess achtet, der mit eurer tiefen Sehnsucht verknüpft ist - sich seiner bewusster zu sein und bewusst zu erschaffen, was ihr wollt –, wird das Ergebnis unbekannt. Der Weg, der Prozess, wird aber äußerst wichtig.

Ihr könnt zwar eine Vorstellung davon haben, was ihr wollt, aber ihr wollt eigentlich so bewusst werden, dass ihr eure Realität ganz bewusst in Verbindung mit dem erschafft, was ihr wollt. DAS ist das wirkliche Verlangen. Das kann auf viele, viele unterschiedliche Weisen zum Ausdruck kommen und sich entwickeln, nicht unbedingt immer auf angenehme Weise, weil euer wählender Aspekt nicht zwischen angenehm und unangenehm unterscheidet. Er richtet sich danach, was auch immer eure Aufmerksamkeit am besten weckt.

RODNEY: Ha! Mit Sterben gelingt das sicher ganz schnell! (die Gruppe lacht)

ELIAS: Ja. (lächelt) Wenn es effizient ist und eure Aufmerksamkeit wecken kann, wählt ihr es, ob es nun angenehm ist oder nicht.

Wenn ihr euch ändert und mehr auf den Prozess achtet – und das macht ihr alle - wird eure Motivation verschwommen, weil ihr kein klares Ziel mehr habt. Ihr habt die Vorstellung, dass ihr eure Realität bewusst erschaffen wollt. Was beinhaltet das? Ihr seid euch nicht sicher, und deswegen erscheint euch das Ziel zwar irgendwie definiert, aber auch undefiniert und vage. Das ist es nicht; es ist wirklich klar, aber ihr hegt keine Erwartung in Bezug auf das Ergebnis. Ohne die Erwartung erzeugt das eine Art Orientierungslosigkeit, da das ungewohnt ist. Ihr erwartet immer etwas - ihr wisst, was zu erwarten ist, ihr kennt eure Richtung und wisst, was ihr wollt - aber das größere Verlangen besteht darin, bewusst zu sein und bewusst die Richtung zu bestimmen und bewusst zu erschaffen, was ihr wollt.

Ihr könnt an sehr vieles denken, das ihr haben wollt, aber vergleichsweise dazu ist euer Verlangen mit Absicht und bewusst zu erschaffen größer als jedes einzelne Bedürfnis, das ihr euch vielleicht erfüllen wollt. Ihr wollt vielleicht eine bestimmte Arbeit, ihr wollt vielleicht nicht arbeiten oder wollt etwas Bestimmtes machen oder wollt eine Beziehung, ihr könnt Geld erschaffen wollen - ja, das sind alles berechtigte Bedürfnisse. Aber der größere Wunsch ist zu verstehen und zu wissen, WIE ihr euch bewusst anleitet, um diese Bedürfnisse zu erfüllen, wann ihr wollt.

Aufgrund dieses größeren Verlangens gebt ihr euch die Gelegenheit, mit euch vertrauter zu werden, indem ihr merkt, was euch am meisten davon abhält zu erschaffen, was ihr wollt. Das sind oft eure Wahrheiten, und zwar nur deswegen, weil ihr euch ihrer nicht bewusst seid und somit eure Richtung in Bezug auf sie als Richtlinien nicht bewusst bestimmt. Deswegen präsentiert ihr euch viele verschiedene Äußerungen und Szenarien, durch die ihr euch eure Wahrheiten zeigen könnt und wie sie beeinflussen.

Das öffnet der Wahl die Tür, und Wahl stellt eure Freiheit dar. Denn sobald ihr erkennt, dass ihr die Wahl in jeder Situation und in jedem Moment habt, in wirklich keinem Ausdruck und keiner Richtung gefangen seid und in jedem Szenarium – in wirklich jedem Szenarium – Wahlmöglichkeiten habt, und zwar nicht nur eine sondern viele, dann nehmt ihr den Platz ein, wo ihr eure Richtung bewusst bestimmt und euch zu erschaffen erlaubt, was ihr wollt, wann ihr wollt. Nicht in Zukunft und nicht nur in der Vorstellung: "Eines Tages werde ich ans Ziel kommen. Ich werde eines Tages die Fähigkeit haben, das zu erschaffen. Schließlich werde ich die Fähigkeit haben zu erschaffen, was ich will.“ Nein.

„JETZT, in diesem Moment kann ich erschaffen, was ich will, weil ich mir dessen bewusst bin, was mich beeinflusst, und dass ich Wahlmöglichkeiten habe. Das ist auch keine Frage von entweder – oder. Ich bin nicht vor mir verborgen. Ich anerkenne mich und meine Richtlinien auch, da sie mir zu erschaffen erlauben, was ich will - nicht dass ich mich dafür zu kritisieren bräuchte, dass ich diese Richtlinien habe, nicht dass sie schlecht wären.“

Rechtfertigung – ein schreckliches Wort; sehr, sehr schlecht. Es ist es nicht. Es kann es sein, aber ist es nicht.

Respektieren - sehr, sehr schlecht; denn es hat mit Urteilen zu tun. Das ist sehr schlecht. "Ich soll andere Personen nicht verurteilen. Ich soll ...“ Soll, soll, soll, soll!

Selbstbild - "Ich soll, soll, soll. Ich soll mich auf diese Weise präsentieren. Ich soll so ausschauen. Ich soll mich so ausdrücken. Ich soll mich nicht auf diese Weise ausdrücken. Ich soll mir dessen bewusst sein, wie ich mich körperlich, geistig und in der Kommunikation darstelle. Ich soll mir bewusst sein, wie ich mich attraktiv oder nicht ansprechend darstelle. Mein Form, meine Gedanken, mein Sprechweise.“ Viel, viel Sollen.

ELLA: Man sieht sich im Kopf immer selbst zu.

ELIAS: Und das erschafft die Herabsetzung. Das erschafft die Hindernisse und macht eure Wahrheit, eure eigene Richtlinie zum Feind.

ELLA: Wie macht man...?

ELIAS: Ihr schätzt sie als eure Richtlinie: Das macht ihr. Das seid ihr. So verhaltet ihr euch. Das ist nicht schlecht.

ELLA: Das heißt sich selbst anzuerkennen - das mache ich in der letzten Zeit. Es ist befreiend. Aber wenn du Richtlinie sagst, heißt das für mich, dass es eine Richtung angibt.

ELIAS: Ja!

ELLA: Sich anzuerkennen, das verstehe ich - ich schätze mich. Aber wie schlage ich eine Richtung aufgrund von etwas ein, wenn ich darin gar keine Richtung erkennen kann? Ich weiß nicht.

ELIAS: Es IST schon deine Richtung. Du machst es schon.

ELLA: Ja. Aber ich dachte, als du "Richtlinie" gesagt hast...

ELIAS: Es IST die Richtlinie.

ELLA: Richtlinie heißt für mich sich so zu verhalten - meinst du das?

ELIAS: Ja, und du machst das schon. Ihr ALLE macht das schon.

GEORGE: Du machst das, was vorher besprochen wurde. Du verkomplizierst es.

ELIAS: Ja.

GEORGE: Du sagst, "Ich verstehe, aber ...“ und fügst irgendetwas hinzu. Aber du erkennst dich an.

ELLA: Man spürt etwas, aber ist noch nicht ganz zufrieden damit. Man hat es nur halb begriffen. Ich weiß nicht, ob es auf diese Weise funktioniert.

DANIIL: In Ellas Fall ist das Selbstbild die Wahrheit, nicht wahr? ... (unhörbar) indem man ein bestimmtes Selbstbild erzeugt und sich überhaupt nicht schützt. Deswegen hilft es dir oft, die Richtung zu bestimmen. Wenn du über dein Selbstbild nachdenkst, hilft dir das, so zu wählen, wie es gut für dich ist.

GEORGE: Das IST dann deine Richtlinie.

ELIAS: Ja.

GEORGE: Man macht es schon.

ELLA: Aber in den Fällen, in denen ich bemerke, dass ich "Ich soll“ sage, sage ich mir dann "Ich muss wirklich nicht, ich glaube nur, dass ich es sollte.“ Dann helfe ich mir, nicht wahr?

ELIAS: Nein. Das Sollen und Nicht-Sollen sind Erwartungen. Das sind die Hindernisse, die mit euren Wahrheiten verbunden sind. Das sind die Elemente eurer Wahrheiten, die euch herabsetzen. Das sind die Äußerungen eurer Wahrheiten, die ablehnen und gegen etwas sind.

ELLA: Ich sage, ich, was mache ich? Ich sage nicht, dass ich keine Erwartung haben soll, sondern nehme mich einfach so an, wie ich bin. Ich sage nicht, dass ich viel rede, oder „Hör auf zu reden“. Ich sage nur, "Ich rede viel; es ist meine Natur. Was soll’s?" Ist das...?

ELIAS: Teilweise, ja. Zum Teil. Aber wenn das im Zusammenhang mit anderen Personen Schwierigkeiten macht oder unangenehm ist, dann gibt es auch andere Wahlmöglichkeiten als sich nur anzuerkennen und zu sagen: "Das mache ich“, aber auch wenn du sagst: "Was soll’s“.

Damit machst du etwas, mit dem du dich einer echten Interaktion verschließt. Damit schlägst du auch eine Richtung ein, Konflikt oder Ärger oder Enttäuschung oder Verletzung in Beziehung darauf zu erschaffen, wenn jemand mit unterschiedlichen Auffassungen auf dich reagiert.

Ja, es geht darum, eure Richtung und eure Wahrheit zu bestätigen, eure Wahrheit nicht als schlecht anzusehen, sondern zu erkennen, dass ihr in Bezug auf andere Personen Wahlmöglichkeiten habt, wie ihr euch ausdrückt.

ELLA: Ich höre das. Ich weiß nicht, ob ich das innerlich schon bearbeiten kann.

ELIAS: Du wirst. Das ist auch die Wahrheit von Ursache und Wirkung.

CAROLE: Wir sprechen also darüber wie wir uns kennen lernen, aber nicht über das Warum. Wir behandeln nicht, warum wir so wurden oder warum wir bemerken, dass wir so wurden. Wir sagen nur, dass wir so sind und das anerkennen. Wir erkennen auch die Tatsache an, dass wir andere Wahlmöglichkeiten haben...

ELIAS: Ja.

CAROLE... falls wir merken, dass wir uns so zu viel Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten einhandeln Wir werden uns auch dessen bewusst, warum sich diese Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten in unserem Leben manifestieren. Es ist also eher ein Verständnis von uns und wer wir sind, irgendwie ein "Erkenne dich Selbst", nicht wahr?

ELIAS: Ja!

CAROLE: Es gibt eine neue Hypnosemethode, die Teiltherapie genannt wird. In dieser Methode lassen sie einen - der Hypnotiseur oder sie lehren den Leuten, das vielleicht selbst zu machen - mit den anderen Teilen von sich, den Selbsts, reden, die die Schwierigkeiten machen. Mein Verständnis ist, dass sie nicht herausfinden müssen, warum sich diese Aspekte entwickelt haben. Ich glaube, das Warum ist immer Zeitverschwendung. Ich bin einfach neugierig, ob du damit übereinstimmst.

ELIAS: Ja, und ich würde dazu auch nicht ermutigen. Weil ihr damit automatisch sagt, dass euer Körperbewusstsein etwas falsch macht oder etwas erschafft, das ihr nicht wollt, obwohl es das ist, was ihr selbst seid.

CAROLE: Das schreibt etwas oder jemandem außerhalb von uns die Ursache zu, und es sind immer wir selbst.

ELIAS: Richtig. Es setzt auch euer Körperbewusstsein herab, dass ihr das nicht erschaffen habt, sondern Zellen. Ein Individuum, das Asthma hat, hat das nicht erschaffen; sein Körperbewusstsein erschafft das und attackiert es. Nein. Das Individuum, das Asthma hat, schränkt sich in irgendeiner Weise ein und erzeugt einen körperlichen Ausdruck, indem es das Atmen erschwert. Das Körperbewusstsein attackiert nicht; es gibt keinen Angriff. Es ist ein Ausdruck, der geschaffen wird...

CAROLE: Es ist ein Ausdruck des Körperbewusstseins, aber von uns erschaffen.

ELIAS: Ja, ja. Aber ihr seid euer Körperbewusstsein. Ihr könnt es nicht von euch trennen. Ihr seid kein Gefäß. Euer Körper ist kein Gefäß. Es ist die physische Ausdrucksprojektion von euch. Deswegen ist, was es tut, was es äußert, eine Spiegelung dessen, was ihr tut. Es ist eine Kommunikation. Es ist ein Ausdruck von euch.

Nicht zu verschwenden, das ist auch nicht schlecht. Es ist eure Richtlinie. Es macht Schwierigkeiten, wenn ihr Unterschiede nicht annehmt. Noch einmal, es ist so absolut gültig, wie können da andere Individuen es NICHT so machen? Wie können andere Individuen nur Nachhaltigkeit NICHT für wichtig halten und sich ihrer Bedeutung nicht bewusst sein? Einige Individuen sind das nicht, und das ist deren Richtlinie. Aber es ist nicht schlecht für euch, eure Richtlinien zu haben und das zu tun und anders zu wählen als andere Individuen und euch so zu erlauben, an eurer Richtlinie festzuhalten; aber erwartet nichts von anderen Individuen.

Zum Beispiel, angenommen ihr esst mit einem Freund in dessen Wohnung zu Abend. Im Anschluss an euer Abendessen bemerkt ihr, dass viel übrig ist und euer Freund es wahrscheinlich wegwerfen wird. Ihr sagt vielleicht. "Ich esse es noch auf.“ Das erlaubt euch, euch und eurer Richtlinie entsprechend zu handeln, enthält aber kein Urteil oder keine Erwartung vom anderen Individuum und dessen Richtlinien, die anders sind - und das umgeht eure Notlage.

DANIIL: Könnte es auch eine Methode sein, die es wert ist, sie auszuprobieren? Wenn ich mein ganzes Leben nie etwas verschwendet habe, will ich vielleicht einen Tag mit Absicht verschwenderisch sein, nur um meine Reaktionen zu beobachten. Ich erinnere mich ... (unverständlich) die waren Vegetarier in einem Teil des Hauses, und wir Fleischesser probierten vegetarisches Essen, etc. nur um etwas auch von der anderen Seite zu betrachten.

ELIAS: Das ist nur Experimentieren. Das ist Erforschung. Wir besprechen Wahrheiten, die euch dauernd beeinflussen.

Die meisten eurer Kernwahrheiten habt ihr normalerweise während eures ganzen Fokus. Aber ihr könnt sie in einer Weise lockern, die euch erlaubt, andere Optionen zu wählen und es euch so leichter zu machen. Ihr werdet diese Wahrheiten nicht los, aber ihr könnt eure Wahrnehmung in Bezug auf sie lockern und euch größere Freiheit mit anderen Wahlmöglichkeiten erlauben.

So wie du (sieht Bill an) dich Wettkämpfen gewidmet hast, dem Gewinnen oder Verlieren, das ist nicht abgeschafft. Es drückt sich auf eine andere Weise aus, in der du dich wahrnehmen lässt, dass alle Richtungen gewinnen und nicht nur deine. Es ist weiter eine Wahrheit, die beeinflusst und weiter ausgedrückt wird, aber du hast andere Wahlmöglichkeiten, wo es jetzt nicht mehr so wichtig ist, wer gewinnt und verliert, sondern alle Individuen, mit denen du zusammenkommst, können gewinnen, was effektiver und angenehmer ist und dir weniger Schwierigkeiten macht.

BILL: Viel angenehmer.

ELIAS: Ja. Das ist ein Beispiel dafür, dass eure Wahrheiten kein Feind sind. Sie sind eure Richtlinien, aber ihr habt trotzdem viele, viele Wahlmöglichkeiten. Ihr erlaubt euch nur nicht eure Wahlmöglichkeiten zu sehen, da ihr damit einen Anspruch absoluter Gültigkeit verbindet: es gibt nur eine bestimmte Richtung, es gibt keine andere Wahl; es gibt nur eine Weise in der jede Situation wahrgenommen werden kann, weil das so IST und es darüber hinaus nichts gibt. Es ist einfach so.

JEREMY: Ich möchte ein Beispiel anführen, das mit der erwähnten Kernwahrheit zu tun hat, die ich an mir bemerkt habe. Ich habe mir angesehen – wie wir besprochen haben – warum ich diese Workshops mache. Für mich ist es wichtig, mit anderen Individuen zu tun zu haben, um meine eigenen Glaubensannahmen, meine eigene Entwicklung und meine eigenen Äußerungen durch diese Interaktionen wahrzunehmen.

Also, ich wachte eines Morgens auf, und meine Absicht für diesen Tag war die Website fertig zu stellen, um das besser bekannt zu machen, aber statt dessen telefonierte ich schließlich drei oder vier Stunden. Zuerst dachte ich wieder automatisch entsprechend der Kernwahrheit, dass ich andere Leute für wichtiger als mich halte, dass ich nicht erledigt habe, was ich wollte. Aber dann, als ich diese Wahrheit oder diese Glaubensannahme bemerkte, habe ich angefangen wahrzunehmen, ich brauche ja die Website gar nicht fertig zu stellen, um die Workshops bekannt zu machen. Weil es ja darum geht interaktiv zu sein, und somit habe ich das gemacht, was ich wollte, und habe die anderen Individuen nicht mir vorangestellt, wie ich in meiner automatischen Reaktion zuerst dachte. Damit setzte ich weder die Individuen noch das herab, was geschah, sondern meinen Beitrag und was ich erschaffen hatte. Es war eigentlich besser für mich zu telefonieren, denn Interaktivität war ja genau das, was ich wollte.

ELIAS: (Nickt) Richtig.

CAROLE: Und du hast die Anrufe gemacht, oder hast abgehoben.

JEREMY: Beides.

CAROLE: Ich meine, DU hast es getan! Es war nicht die anderen; du warst es.

ELIAS: Ich anerkenne dich dafür, dass du das bemerkt und diese Wahl erkannt und dich nicht herabgesetzt sondern anerkannt hast, dass du zwar eine andere Wahl getroffen hast, aber bei deiner Absicht geblieben bist.

JEREMY: Das ist ein großer Unterschied im Vergleich zu einigen unserer bisherigen Gespräche.

ELIAS: Da stimme ich dir zu und beglückwünsche dich. Das ist eine wichtige Entwicklung! (Lacht)

PAUL: Elias, ich habe eine Frage. Du hast den Weg erwähnt, und dass wir uns im Bewusstseinswandel mehr auf den Weg konzentrieren und nicht unbedingt mehr das Ziel sehen?

ELIAS: Ihr seht das Ziel, aber es wird weniger wichtig.

PAUL: Und das ist gut?

ELIAS: Ja. Oder ihr habt vielleicht keine klare Vorstellung vom Ergebnis, aber ihr kennt schon das Ziel und es wird weniger wichtig als der Weg.

ALICIA: Weil der Weg jetzt ist...

ELIAS: Ja.

ALICIA...und das Ziel in der Zukunft liegt...

ELIAS: Ja.

ALICIA...und es darauf ankommt, jetzt aufmerksam zu sein.

ELIAS: Und das Jetzt erschafft dieses Ziel.

DANIIL: Es gibt also einen Zusammenhang zwischen der Identifizierung von Wahrheiten und dem Weg. Wenn man immer mehr darauf achtet, was einen beeinflusst, erschafft man immer mehr im Moment.

ELIAS: Ja, richtig.

ELLA: Ich kenn mich nicht aus. Meiner Beobachtung nach scheint es, dass alle von uns leichter die Einflüsse unserer Wahrheiten als die zugrunde liegende Wahrheit identifizieren.

ELIAS: Ja.

ELLA: Wie könnten wir also ein bisschen mehr...?

ELIAS: (spricht langsam und außergewöhnlich deutlich) ACHTE DARAUF, WAS DU TUST. Das ist die offizielle Formel! Ha, ha!

ALICIA: Ich sollte jetzt nicht meine Hand heben - ich unterbreche also!

ELIAS: Ah! (Gruppenbeifall und Lachen) Du setzt dich herab!

ALICIA: Habe ich mich herabgesetzt?

ELIAS: Ja, indem du gesagt hast, dass du nicht sollst!

ALICIA: Oh, das gefürchtete Wort, das mit S anfängt! Jetzt habe ich vergessen, was ich sagen wollte! (Gruppenlachen) Was hast du gerade gesagt?

ELLA: Ich sagte, dass es leichter ist, Einflüsse einer Wahrheit als eine Wahrheit selbst zu identifizieren.

ALICIA: Danke. Wenn ihr darüber redet, was man tut, glaube ich, dass das der Teil ist, der mich zu Fall bringt. Es kommt mir fast wie eine andere Sprache vor, wenn das Zeitwort „tun“ für mich nicht unbedingt die ganze Palette des Tuns ist. Tun ist auch sprechen, aber tun bedeutet auch anderes. Manchmal kommt mir vor, als hätte ich die Worte nicht zur Verfügung, um benennen zu können, was ich tue. Verstehst du? Zum Beispiel weiß ich erst seit Chicago, dass sich herabzusetzen auch Tun ist. (1)

ELIAS: Ja.

ALICIA: Aber jetzt weiß ich es. Ich habe jetzt dieses Wort und diese Assoziation, so dass ich das jetzt wahrnehmen kann. Es ist für mich schwierig wahrzunehmen, was ich tue, wenn mir vorkommt, dass ich kein Wort dafür habe. Ich glaube ich will mein Vokabular "zu tun“ betreffend ausweiten.

ELIAS: Es ist keine Frage der Erweiterung eures Vokabulars. Es ist eine Frage der Ausweitung eures Bewusstseins, dass ihr, wenn ihr euch herabsetzt, defensiv seid, ängstlich seid, euch etwas vorstellt, etwas erwartet, euch Sorgen macht oder euch etwas gefällt, TUT. Das sind alles Aktionen, die ihr zusätzlich zum eigentlichen Tun macht.

Das sind die Handlungen, einschließlich eurer körperlichen Tätigkeiten, die aufzeigen welche Art von Energie ihr projiziert. Das erlaubt euch zu erkennen, was ihr anzieht. Wenn ihr irgendeine ablehnende Energie, in allen ihren Formen, projiziert, werdet ihr Spiegelungen davon in vielen verschiedenen Formen anziehen.

Es erlaubt euch auch zu erkennen, ob ihr mit euch kooperiert. Erinnert euch daran, dass Zusammenarbeit nicht Teamwork ist! Zusammenarbeit ist NICHT etwas, das andere Individuen tun können, um sich euch anzupassen. Zusammenarbeit heißt, dass ihr euch erlaubt, weiter in eure eigene Richtung zu gehen und weiter an euren eigenen Richtlinien festzuhalten, ohne euch durch Entscheidungen oder Äußerungen oder Verhaltensweisen anderer Individuen abbringen zu lassen, aber auch nicht zu erwarten, dass andere Individuen ihren Ausdruck ändern. Wenn ihr in Zusammenarbeit und Übereinstimmung mit euch selbst etwas anderes wählt und nicht gegen euch ankämpft, ist es auch für andere Individuen nicht notwendig, irgendeinen Ausdruck zu ändern.

ALICIA: Etwas habe ich bemerkt, als du über projizieren und von der Zukunft erwarten gesprochen hast - was auch eine Art von Tun ist, zu beobachten – dachte ich mir, dass es fast so scheint, als gäbe es ein energetisches Festhalten. Ich weiß nicht, ob das für viele Leute gilt, aber sogar wenn ich bemerke, dass ich projiziere und jetzt anders wählen kann, gibt es einen Teil in mir, der nicht anders wählen will oder vielleicht sogar nicht anders wählen kann ... Aber das ist es auch nicht. Es kommt mir einfach vor, dass ich daran festhalte. Ich hab mich da gefragt, ob das so ist, weil ich in diesem Moment gegen etwas bin.

ELIAS: Ja.

ALICIA ...das mich dazu bringt daran festzuhalten.

ELIAS: Ja.

ALICIA: Es ist wie: „Oh, das ist schlecht, ich muss das loswerden!“

ELIAS: Ja. Und das ist auch ein Element, das euch sehr viele Assoziationen darüber herstellen lässt, dass etwas schlecht ist oder dass ihr etwas falsch macht.

CAROLE: Schuld und Sorgen spielen hier herein, nicht wahr?

ELIAS: Ja, manchmal.

CAROLE: Sie halten uns auf. Ich hörte das irgendwie aus dem, was sie sagte, heraus. Die bösen Zwillinge.

ELIAS: Schuld und Sorgen sind Energieverschwendung.

ELLA: Aber du sagst "manchmal“. Du sagst nicht, dass sie immer Energieverschwendung sind.

ELIAS: Nein.

ELLA: Ich dachte, du hast immer gesagt, dass es eine ist, und jetzt machst du eine Unterscheidung?

ELIAS: Schuld und Sorgen? Ja - sind Energieverschwendung. Ich habe gesagt, dass sie sich manchmal mit diesen Äußerungen verbinden können. Sie verbinden sich nicht immer mit Schuld oder Sorgen.

ALICIA: Die Energie würde lockerer werden, wenn ich aufhören würde zu denken: „Oh, das ist etwas schlechtes. Ich sollte aufhören zu projizieren“.

ELIAS: Ja.

ALICIA: Dann finde ich von selbst eine Wahl.

ELIAS: Ja.

ALICIA: Ich glaube, dass ich es verstanden habe!

ELIAS: (Lachen) Gut!

VERONICA: Entschuldige mich, Elias? Sagst du, dass sich das Festhalten der Energie im Körper auflösen kann, wenn einmal die Angst und Unsicherheit anerkannt ist und man sich auf die eigene Autorität besonnen hat?

ELIAS: Ja.

ELLA: Ich fühle es jeden Tag.

ELIAS: Ja.

ELLA: Wenn ich bemerke, ich werde aus irgendeinem Grund angespannt und finde es dann in Ordnung, kann ich meine Muskeln locker werden fühlen.

ELIAS: Ja.

ALICIA: Es geht eigentlich um Annahme.

ELIAS: Ja.

ALICIA: Du hast es angenommen und nicht bekämpft. (Elias lacht) Gut, das allein kostete mich ungefähr achtzehn Monate!

VERONICA: Elias, kann das ein rascher Prozess sein?

ELIAS: Ja.

ALICIA: Nicht für mich!

ELIAS: (Lacht) Gut, meine Freunde! Ich anerkenne und schätze euch alle sehr, und bringe meine starke Freundschaft zu euch allen zum Ausdruck. Jedem von euch gebe ich meine Energie und Ermunterung. Euch allen, au revoir.

GRUPPE: Au revoir.

Elias geht um 15:09 ab.

(1) Chicago Elias Gruppensitzung,